zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 11:27 Uhr

Erstwähler treffen Kandidaten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Gymnasium Schloss Plön veranstaltete gestern eine Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten / Urteil der Schüler: „Sehr informativ“

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2017 | 00:33 Uhr

Was antworten die Direktkandidaten der Parteien aus dem Wahlkreis Plön-Süd auf bildungspolitische Fragen, wenn sie direkt vor Schülern stehen? Und wie sollen sich Erstwähler überhaupt einen Eindruck davon verschaffen, wen sie zur Wahl haben? Darum ging es bei der Podiumsdiskussion gestern mit den Direktkandidaten Tim Brockmann (CDU), Regina Poersch (SPD), Martin Drees (Grüne), Dirk Meußer (FDP), Bernd Friedrich (Linke), die das Gymnasium Schloss Plön mit dem Ostholsteiner Anzeiger zusammen veranstaltete. Friederike Mey (Piraten) war ohne Anmeldung erschienen und saß nicht auf dem Podium, vom AfD-Direktkandidaten Dennis Wamhoff gab es keine Reaktion auf die Einladung des Gymnasiums.

Es ging um G8 oder G9, das Zentralabitur, die Wertigkeit des Abiturs an verschiedenen Schulen und die Ausstattung der Schulen im Land. Gymnasiast Michel Bohle und Michael Kuhr, Redakteur des Ostholsteiner Anzeigers, moderierten die gut eineinhalbstündige Diskussionsrunde, in der Politiker auf die von den Schülern im Unterricht erarbeiteten Fragen antworteten.

„Ich habe jetzt ein ganz anderes Bild von den Kandidaten“, sagte Gymnasiastin Fenja Appel (17) nach der Diskussion. Zwar habe sie sich schon mit den Programmen der Parteien befasst, „aber das Bild, wenn man die Menschen hier sieht, reden und agieren hört, ist ein völlig anderes“, erklärte die 17-Jährige. In Vorbereitung auf die Podiumsdiskussion hatte die engagierte Klassenlehrerin Melanie Krüger (30), die die Organisation seitens der Schule übernahm, die gut 150 Schüler wählen lassen. Direkt nach der Diskussionsrunde gestern wählten die Schüler nochmal und vielen erging es wie Fenja Appel. Das zeigen die Ergebnisse im Infokasten. „Meine Wahl hat das hier auf jeden Fall beeinflusst. Gerade wie die einzelnen zu G8 und G9 stehen, hat mich interessiert“, sagte Jonathan Steffens. Zuhause habe er bei seinem Bruder mitbekommen, wie anstrengend und zeitraubend G8 für Schüler sein kann. „Er hatte gar keine Zeit mehr für seine Hobbys“, erzählte Jonathan. Er selbst hat das Glück, dass die Schule nun wieder zurück zu G9 gekehrt ist – „und das finde ich gut, ich sehe mich dadurch keinesfalls im Nachteil“. Auch Vivien Schmieder und Victoria Widder (beide 17) fanden es wichtig, die Politiker mal als Menschen kennenzulernen, „zu sehen, wie sie agieren und auf die Gegner eingehen. Das war schon spannend und sehr verschieden“, sagte Schmieder.

„Wählen gehen ist definitiv wichtig“, betonten die Schüler, „man muss doch die Chance nutzen, mitzuentscheiden, was hier passiert“, sagte Gymnasiastin Vivien Schmieder stellvertretend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen