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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 14:16 Uhr

Eutin : Erster Spatenstich in zwei Jahren?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gewerbegebiet in der Ohmstraße muss für ein Gesundheitscampus erst einmal in ein Mischgebiet umgewandelt werden.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2016 | 13:00 Uhr

Die Gesundheitsregion Ostholstein kann heranwachsen. Thomas Hüstreich, Geschäftsführer des „Aktiv“-Therapiezentrums in Eutin, arbeitet an zwei Millionenprojekten in Neumünster und Eutin. An seiner Seite hat er den Netzwerker und Ex-Justizminister Uwe Döring und Prof. Dr. Jens Bothe, ehemaliger Lehrstuhl für Krankenhausmanagement an der FH Flensburg und jetzt kaufmännischer Direktor.

Wie ernst den dreien das Projekt ist zeigt, dass sich Uwe Döring wegen dieser Herausforderung, wie er in Neumünster sagte, Ende April schon aus der Kommunalpolitik herausgezogen hat, um sich dem Projekt zu widmen. Immerhin könnten mit einer Realisierung in Neumünster 100 und in Eutin nach Informationen unserer Zeitung rund 50 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Während in Neumünster in der eingebundenen privaten Schule etwa 160 Schüler als Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden ausgebildet werden sollen, steht ein Gesundheitscampus in Eutin als Fortbildungszentrum für Menschen aus dem deutschsprachigen, europäischen Raum zur Verfügung. Im Eutiner Gesundheitscampus soll sogar ein neues Berufsbild entwickelt werden: der Vitaltherapeut. Es soll dabei auch zu einer Zusammenarbeit mit der Universität in Lübeck im Bereich der Bachelor- und Master-Ausbildung kommen.

Das Leuchtturmprojekt wird bereits vom Europaministerium in Kiel unterstützt. Im Gespräch ist eine Förderung über das EU–Programm Interreg. Prof. Dr. Jens Bothe steht mit seinem Wissen über die Vernetzung von Bildungsangeboten bereit.

Grundsätzlich geht es um „Arbeiten, Lernen und Wohnen im lebenswerten Quartier“, heißt es in einem dem OHA vorliegenden Exposé. Es soll in Eutin Wohnraum für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen geschaffen werden. Es geht aber auch um die Umsetzung eines Mehrgenerationenkonzeptes. Durch die Pläne für Fortbildungen mit Schülern der Beruflichen Schulen des Kreises in Eutin werden auch junge Menschen integriert. Enge Verbindungen mit sozialen Angeboten können wiederum älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen dienlich sein.

Die Bebauung des Geländes soll in einem Stufenkonzept von außen nach innen erfolgen, heißt es im Exposé weiter. So werde den jeweiligen Nutzern ein bestmöglicher Bezug zur vorhandenen Infrastruktur geboten.

Und wie geht es jetzt weiter? Das „Aktiv“-Fitnesscenter soll innerhalb des neuen Projektes aufgewertet und weiterhin betrieben werden. Und wenn sich die Pläne realisieren lassen, dann könnte nach OHA-Informationen bereits in zwei Jahren der erste Spatenstich erfolgen. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet. Der Endzustand könnte nach fünf Jahren Bauzeit erreicht werden.  

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