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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 20:06 Uhr

Erste Sperrung schon im März

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Mai soll die Schwentine-Brücke in der Hindenburgallee abgerissen werden – Fußgängerbrücke sollte rechtzeitig fertig sein

Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler sprach im jüngsten Planungsausschuss von der schwierigsten Baustelle, die er bislang in seiner Zeit bei der Gemeinde erlebt habe. Dabei ist Malente gar nicht der Hauptakteur, wenn das Land ab Frühjahr dieses Jahres die Straßenbrücke über der Schwentine erneuern wird. Dann wird die Hindenburgallee (Landesstraße 56) für mindestens ein halbes Jahr gesperrt sein und damit die Nord-Süd-Verbindung innerhalb der Gemeinde gekappt.

Die Arbeiten sollen nach derzeitigem Stand zwar erst im Mai beginnen, bereits im März werden Autofahrer die Auswirkungen der Brückenerneuerung jedoch zu spüren bekommen. Dann werde die Eutiner Straße für vier Wochen gesperrt, kündigte Spindler an. Außerdem werde der Verkehr in Hindenburgallee und Frahmsallee per Ampel geregelt. Der Grund: Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) verlegt dann eine Druckrohrleitung, mit der Abwässer aus Kreuzfeld zum Malenter Klärwerk befördert werden.

Insgesamt seien bei den Bauarbeiten 15 Versorgungsleitungen zu verlegen, erklärte Spindler. Zunächst sei geplant gewesen, diese mit Hilfe einer Bohrung unter dem Flussbett zu verlegen. Diese Idee sei jedoch angesichts möglicher unterirdischer Hindernisse verworfen worden. Deshalb sollen die Leitungen nun mit Hilfe eines Baggers in offener Bauweise durch die Schwentine verlegt werden.

Bislang fließt das Oberflächenwasser von Straßen und Bahnhofsparkplatz ungeklärt in das Gewässer, womit beispielsweise Polycyclischen aromatische Kohlenwasserstoffe (PaK) aus Reifenabrieb in den Fluss gelangen. Mit dem Neubau der Schwentinebrücke muss die Gemeinde diese Verschmutzung abstellen. Dafür sollen voraussichtlich 2018 auf dem Grundstück der Villa Bade ein großer, fünf Meter tiefer Abscheideanlage gebaut werden, in der das Wasser gereinigt wird.

Für ein zweites vergleichbares Bauwerk auf der anderen Seite des Ufers fehle in der Eutiner Straße der Platz. Deshalb seien hier Reinigungseinsätze in den Gullys geplant, erläuterte Spindler. Gesamtkosten für die Gemeinde: 220  000 Euro – zuzüglich jährlicher Wartungskosten. Zwar kann das Land an den Kosten beteiligt werden, dafür muss Malente aber endlich eine Satzung über die Beseitigung des Oberflächenwassers erlassen.

Immerhin scheint es gut möglich, dass die Gemeinde beim Neubau der Fußgängerbrücke am „Intermar“ das Rennen gegen die Zeit gewinnt. Das seit September 2015 gesperrte Bauwerk muss rechtzeitig erneuert werden, damit Fußgänger und Radfahrer nach dem Abriss der Straßenbrücke nicht kilometerweite Umwege in Kauf nehmen müssen.

Bis Ende Februar sollen die Ergebnisse einer Ausschreibung vorliegen. Die Lieferzeit der neuen Brücke betrage sechs Wochen, die neuen Fundamente müssten vier Wochen lang aushärten. Außerdem muss die Gemeinde die alten Fundamente, die in einem Gutachten als nicht tragfähig eingestuft wurden, entfernen. Dies hat die Untere Naturschutzbehörde zur Auflage gemacht. Trotzdem zeigte sich Spindler optimistisch: „Das sieht vom Zeitplan her gut aus.“

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erstellt am 13.Feb.2017 | 11:42 Uhr

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