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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 02:57 Uhr

Erste LED-Leuchten noch 2014

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In drei bis vier Monaten sollen die Leuchtentypen feststehen / Über Austausch weiterer Leuchten wird noch beraten

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 11:59 Uhr

Der Austausch veralteter Straßenbeleuchtung in Malente soll noch in diesem Jahr beginnen. Uwe Thies vom Bauamt und Bauhof-Mitarbeiter Dieter Fritzke präsentierten nach umfangreichen Testreihen (wir berichteten) mit insgesamt 37 Leuchtentypen im Planungsausschuss eine engere Auswahl: Nun sind fünf LED-Leuchten in der engeren Wahl, die bei verschiedenen Kriterien wie Preis, Stromverbrauch und Lichtausbeute gut abgeschnitten haben.

Thies will nun Angebote von den Herstellern einholen, um eine endgültige Wahl zu treffen. Bis die Leuchten montiert werden könnten, werde es noch drei bis vier Monate dauern, schätzte Thies. Die Leuchten sollen am Malkwitzer Weg, am Eichkamp (dort mit neuen Masten) und im Steenkamp montiert werden. Außerdem sollen auf den Teststrecken neue Leuchten montiert werden, da die Testleuchten bald zurückgegeben werden müssen. Dies betrifft Bärwalder Weg (7 Leuchten), Hagnerscher Weg (4), Kellerseestraße (4) und die Schule in Sieversdorf (3). 60 000 Euro hat die Gemeinde dafür bereits im Haushalt eingestellt. So viel werde der Austausch aber nicht kosten, sagte Thies.

Ein Leuchtentyp eines renommierten Herstellers fiel übrigens nicht nicht aus Kosten- oder Qualitätsgründen durch, sondern weil der Hersteller die Produktion nach Rumänien verlagert habe, was zu unberechtigten Forderungen geführt habe. So habe es aus Rumänien plötzlich Mahnschreiben für kostenlos zugesagte Testleuchten gegeben.

Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung wird teils akut, weil für bestimmte Leuchtentypen („Lilli Marleen“) keine Ersatzteile wie Gläser, Deckel und Fassungen mehr lieferbar sind und außerdem Quecksilberdampflampen ab Ende 2014 nicht mehr verkauft werden dürfen. Für rund 500 Leuchten gibt es laut Bauamt keinen Ersatz. Zwar könnte das verbotene Leuchtmittel auch durch relativ günstige LED-Lampen ersetzt werden. Doch bei dieser Lösung strahlt das Licht, anders als bei modernen Leuchten, weiterhin in alle Richtungen.

Sollte sich Malente zu einer kompletten Erneuerung der Straßenbeleuchtung erschließen, käme dies erst einmal teuer: Über einen Zeitraum von zehn Jahren wäre jährlich mit 90 000 Euro Kosten zuzüglich Montage zu rechnen, erklärte Thies. Die Verwaltung soll nun verschiedene Modelle durchrechnen, wie ein Austausch bewerkstelligt werden könnte. Der Austausch der Leuchten könnte auch an einen Investor vergeben werden. Der würde dann die gesparten Stromkosten als Rendite kassieren, erklärte Thies. Nachteil dieser Lösung wäre, dass der Austausch jeder einzelnen Leuchte und auch eventuell nötige neue Abstände zwischen den Masten zuvor genau festgelegt werden müssten. Als Grundlage dafür fertigt Thies derzeit ein Kataster an, das aber erst in einigen Monaten fertig sein wird.

Ein andere Variante wäre der komplette Austausch aller Leuchten auf einen Schlag. Dafür könnte die Gemeinde einen Kredit mit einem Zinssatz von 0,4 Prozent bei der KfW-Bank erhalten, sagte Thies. Die Finanzierung würde über einen günstigeren Energieverbrauch laufen. Allerdings müssten auch hier genaue Angaben vorliegen.

Die Lebensdauer der LED-Lampen soll deutlich höher liegen als bei der bisherigen Technik. Die Hersteller gäben bei einer Brenndauer von 50 000 Stunden Ausfallraten zwischen 10 und 20 Prozent an, sagte Thies. Dies entspräche einer Lebensdauer von zwölf Jahren.

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