Erste Kulturkonferenz im Kreis

Das Plöner Kreismuseum ist eines von nur drei Kreismuseen in Schleswig Holstein und hat mit der norddeutschen Glassammlung eine einzigartige Stellung.
Das Plöner Kreismuseum ist eines von nur drei Kreismuseen in Schleswig Holstein und hat mit der norddeutschen Glassammlung eine einzigartige Stellung.

Kultur und Gesellschaft gehören zusammen / Kulturkonferenz fördert Kunst und Bildung im Kreis Plön

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06. Juli 2015, 15:23 Uhr

Unter der Leitung von Franz-Michael Deimling, dem Leiter der Kreismusikschule, eröffneten die Mitglieder des „Pop Orchestra“ und des „Räuberorchesters“ vom Gymnasium Schloss Plön die erste Kulturkonferenz des Kreises Plön mit schwungvollen Klängen. Trotz heißer Temperaturen hatten sich rund 70 Kulturschaffende und Abgeordnete des Plöner Kreistages in der Aula des Gymnasiums Schloss Plön zusammengefunden. Ziel der Veranstaltung war es, in einem offenen Dialog von Politik und Kultur den Inhalt eines zukünftigen Kulturkonzeptes für den Kreis Plön zu erarbeiten.

„Diese Konferenz dient dazu, gezielt die Defizite in den Bereichen Kunst und Bildung aufzudecken und in vier verschiedenen Workshops für die Bereiche der Bildenden Kunst, dem Darstellenden Spiel sowie der Musik und Bildung ein neues Kulturkonzept zu entwickeln. Damit betreten wir Neuland“, eröffnete Landrätin Stephanie Ladwig die Veranstaltung.

Dass der Kreis Plön aber bereits über ein starkes und vielfältiges Programm sowie schlagkräftige kulturelle Einrichtungen verfüge, zeige sich zum Beispiel anhand des Kreisarchivs. „Dieses Archiv wird oft zur Heimatkunde und Familienforschung genutzt. Außerdem besitzen wir mit dem Kreismuseum ein historisches Gedächtnis, das durch die norddeutsche Glassammlung ein Alleinstellungsmerkmal beherbergt“, freute sich Ladwig. Auch die KVHS, die KMS und die Stand- und Fahrbüchereien seien wichtige Säulen des kulturellen Lebens, denn schließlich gebe es in ganz Schleswig-Holstein nur diese eine Kreisvolkshochschule und insgesamt zwei Kreismusikschulen sowie drei Kreismuseen, so Ladwig weiter.

Den Sinn dieser Kulturkonferenz betonte der Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport Horst Thielscher, denn die Förderung von Kunst und Bildung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Diese Veranstaltung vereint Politiker und Kulturschaffende aller Bereiche und fördert den Erfahrungsaustausch und die kulturelle Zusammenarbeit. Visionen und Ziele wie zum Beispiel Kunst in Verbindung mit Inklusion, die Entstehung eines Kulturtourismus, die spezielle Förderung von Jugendlichen im künstlerischen Bereich sowie ein gemeinsamer Internetauftritt können nur einige Ziele sein“, sagte Thielscher. Und Kultur verbinde Tradition und Moderne und vereine Europa mehr als eine gemeinsame Währung, findet der Vorsitzende des Landeskulturverbandes, Guido Froese.

Die Entwicklung und Aufarbeitung der Ideen im Bereich Bildende Kunst geschah unter der Leitung von Wübke Rohlfs-Grigull vom Preetzer Kunstkreis. Neue Impulse für die Theaterwelt sammelte Christoph Kohrt gemeinsam mit weiteren Theaterschaffenden. KMS- Leiter Franz-Michael Deimling suchte mit interessierten Musikern Ideen für ein neues Kulturkonzept und unter dem Titel Bildung kümmerte sich Heike Zura von der KVHS unter anderem um die Zukunft der Museen, Archive und Büchereien im Kreis Plön.

Die Arbeitsgruppen stimmten für ein eigenes Internetportal des Kreises im Bereich Kultur, das auch einen Veranstaltungskalender zur Darstellung der Kulturschaffenden beinhalte. Als Schnittstelle zwischen den Künstlern und Politikern könne ein Kulturbeauftragter dienen. Konkrete Pläne für das Kreiskulturkonzept werden laut der Kreisverwaltung nach der Sommerpause in einer weiteren Veranstaltung formuliert.

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