Erste Einblicke ins Berufsleben

Max Richter sieht sich in seinem Berufswunsch bestätigt.
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Max Richter sieht sich in seinem Berufswunsch bestätigt.

Schüler der Johann-Heinrich-Voß-Schule sammeln Berufserfahrung während ihres Praktikums

shz.de von
23. Juni 2014, 15:44 Uhr

„Besonders gefällt mir an dem Beruf, dass man seine Kreativität ausleben kann“, sagt Max Richter aus der 9a. Der Schüler der Johann-Heinrich-Voß-Schule hat ein zweiwöchiges Praktikum in der Druckerei Bogs absolviert, das heute zuende geht. Max Richter gehört zu etwa 70 Schülern des neunten Jahrgangs. Sie haben die Arbeitswelt bei der Polizei oder in der Tischlerei, einige auch im Kindergarten kennen gelernt.

Der zweiwöchige Schnupperkurs bot Max Richter die Gelegenheit, etwas über die Tätigkeiten eines Grafikdesigners zu erfahren und selbst einen halben Arbeitstag in dessen Rolle zu schlüpfen. „Die meiste Zeit verbringe ich bei der Arbeit am Computer“, sagt er, während er gerade eine Visitenkarte für sich selbst entwirft.

Das sei aber nicht das Einzige, was man als Grafikdesigner mache: „Ich habe auch schon eine Danksagung zur Konfirmation geschrieben und Litfaßsäulen aufgestellt.“ Zuvor hatte er sie mit Werbeplakaten für die Eutiner Festspiele beklebt. Toll daran fand er, seine Arbeit in der Öffentlichkeit zu sehen.

Der Arbeitstag von Lotta Stokke, ebenfalls aus der 9a, beginnt um 8 Uhr in der Buchhandlung Hoffmann. Bis um 14 Uhr kümmert sie sich um Bestellungen der Kunden, sortiert Bücher in Regale ein und bringt Pakete zur Post. Das sind nicht die einzigen Aufgaben: „Manchmal“, sagt sie, „darf ich auch an die Kasse und wenn nicht so viel zu tun ist, schreibe ich meistens eine Rezension zu einem Buch.“ Diese werden auf der Internetseite der Buchhandlung veröffentlicht.

Das Praktikum ist für sie ein Blick hinter die Kulissen der Buchhandlung. „Mir gefällt es hier auch deshalb so gut, weil die Mitarbeiter alle sehr nett sind.“

Spaß bei der Arbeit hat auch Alexander Freyer, der sein Praktikum in der Kreisverwaltung absolviert. „Ich bin ziemlich viel unterwegs“, sagt er, bevor er zu seinem nächsten Termin muss. Seine Arbeit als Praktikant führte ihn zum Beispiel schon nach Timmendorfer Strand. „Mein Praktikum ist sehr abwechslungsreich“, sagt er. Jeden Tag lerne er einen neuen Zuständigkeitsbereich kennen. Er könne sich gut vorstellen, später in der Verwaltung zu arbeiten.

Im Rehazentrum hat Thyra Fritz Erfahrungen gesammelt. „Ich habe auch schon Kontakt mit den Patienten gehabt“, berichtet sie. Auf ihrem Tagesplan standen sowohl Yoga- als auch Gymnastikstunden, bei denen sie mitgemacht hat.

Das Praktikum weckt bei vielen nicht nur neue Interessen, sondern kann auch bei einer sehr wichtigen Entscheidung helfen: der Berufswahl. So wie bei Max Richter. Er sagt, er habe sich schon immer für Grafikdesign interessiert. Nun sei er sich durch seine Erfahrungen, die er während seines Praktikums in der Druckerei Bogs gesammelt hat, noch sicherer, später einmal Grafikdesigner werden zu wollen.

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