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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 15:29 Uhr

Bosau : Erst sechs neue Feuerwehrleute

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ortswehr Majenfelde-Quisdorf bangt ums Überleben: Es fehlen noch mindestens vier neue Kräfte

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 04:45 Uhr

Das reicht noch nicht: Bis jetzt haben sich erst sechs Interessierte gemeldet, die neu bei der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf als künftige Einsatzkräfte einsteigen wollen. „Das ist immer noch nicht genug“, sagte Ortswehrführer Benjamin Blöcker dem OHA.

Er will jetzt in den nächsten Tagen durch die beiden Dörfer gehen und an den Haustüren derer klingeln, die für den Dienst am Nächsten zum Retten, Löschen und Bergen in der Freiwilligen Feuerwehr in Frage kommen. „Wir benötigen mindestens zehn neue Kameraden, lieber aber noch mehr“, sagte Blöcker weiter.

Weitere an der Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf Interessierte können sich am kommenden Mittwoch (4. Januar) um 19.30 Uhr bei einem Schnupper-Übungsabend im Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftschaftshaus in Majenfelde informieren. „Bis zum 15. Januar können sich Interessierte noch bei mir melden“, sagte Benjamin Blöcker.

113 Frauen und Männer zwischen 16 und 60 Jahren aus Majenfelde und Quisdorf waren von Bürgermeister Mario Schmidt, Gemeindewehrführer Andreas Riemke und Ortswehrführer Benjamin Blöcker angeschrieben worden (der OHA berichtete). Um eine Auflösung der 81 Jahre alten Ortswehr zu vermeiden, sollten sich mehr Majenfelder und Quisdorfer entscheiden, Mitglied in der Ortswehr zu werden.

Aktuell sind nach Austritten und durch Krankheit bedingte Ausfälle nur noch 14 Kräfte in der Ortswehr Majenfelde-Quisdorf aktiv. Fünf von ihnen wohnen aber schon gar nicht mehr in der Gemeinde Bosau. So sei eine Hilfsfrist von zehn Minuten nach der Alarmierung nur schwer zu erreichen. 18 Aktive benötigt eine Einsatzabteilung als Mindeststärke zur täglichen Verfügbarkeit. Gut wären in der Ortswehr neun weitere Mitglieder in der Reserve – also zusammen 27 Einsatzkräfte.

„Wenn es nicht klappt“, so beschrieb Andreas Riemke die Problemlage, „dann muss die Wehr über ihre Zukunft beraten.“ Bei dem Wunsch nach einer Auflösung sei es seine Aufgabe, das dadurch entstandene Alarmierungsloch durch Gespräche mit Nachbarwehren – auch Eutin – zu stopfen. Aber so weit, so der erklärte Wille, muss und soll es nicht kommen. Die Entscheidung über die Zukunft der Ortswehr Majenfelde-Quisdorf wird auf der Jahresversammlung am 3. Februar getroffen. „Dann müssen die neuen Mitglieder schon am Tisch sitzen und beigetreten sein“, sagte Riemke.

Wenn das nicht klappt,
gebe es verschiedene Szenarien – von der Auflösung der Wehr, der Bildung einer Löschgruppe und das Zusammengehen mit einer Nachbarwehr. Es gebe auch die Möglichkeit einer Pflichtfeuerwehr oder Sicherstellung des Brandschutzes durch eine andere Feuerwehr.  

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