Erschließung der Sonnenkoppel startet

Der B-Plan 119 für die Sonnenkoppel ist rechtskräftig.
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Der B-Plan 119 für die Sonnenkoppel ist rechtskräftig.

Eutiner Bauausschuss stimmt einem Vertrag mit Erschließungsträger für 65 Grundstücke in Neudorf zu / Zaghafter Beginn zu Verbesserungen am Steinredder

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08. Februar 2018, 11:59 Uhr

Die Erschließung der Sonnenkoppel zwischen Blauer Lehmkuhle und Beuthiner Straße als Baugebiet kann beginnen: Nachdem ein lange diskutierter und mehrfach geänderter Bebauungsplan mit der Nummer 119 am 15. November 2017 rechtskräftig geworden war, hat der Bauausschuss am Mittwoch einstimmig einer Erschließung des Geländes durch die Lübecker Firma Nordiska zugestimmt.

Die Bauausführung soll in zwei Baustufen erfolgen, erst nach Fertigstellung der überwiegenden Hochbauvorhaben (80 Prozent der 65 Grundstücke) soll der Endausbau der Straße erfolgen. Der Ausschuss legte weiterhin einstimmig fest, dass die Bewohner des Gebietes in der Straße mit dem Namen Sonnenkoppel wohnen werden. Es gab auch weitere Vorschläge, darunter die von Amnesty International vorgeschlagene „Straße der Menschenrechte“, aber der Ausschuss folgte dem Hinweis des Dorfvorstandes, dass der Name Sonnenkoppel für das Gelände bei den Neudorfern fest verankert sei – im Gegensatz zu dem historischen Flurnamen Mittelstenfelde, nach dem ein Stichweg in der Nähe benannt wurde.

Sorgenvoll erkundigte sich ein Anwohner der Beuthiner Straße, welchen Weg die schweren Baufahrzeuge für die Erschließung nehmen werden. Es sei vorgesehen, dass der Verkehr über Kerntangente und Blaue Lehmkuhle laufe, sagte Karen Dyck aus dem Stadtbauamt.

Ebenfalls einstimmig genehmigte der Ausschuss einen Betrag von 1500 Euro, mit dem der Empfehlung des Mobilitätsbeirates folgend die Einmündung des Steinredders entschärft werden soll. Er führt von der Auestraße in Fissau über die Sportanlage auf dem Waldeck zum Bebensund.

In einem ersten Schritt soll der Gehstreifen einen neuen Randstein bekommen. Der Hinweis von Ausschussmitgliedern, dass man gerne auch über weitere Verbesserungen des Weges sprechen wolle, der vor allem von Schülern, Sportlern und Zuschauern genutzt wird, griff der Ausschussvorsitzende Klaus Kibbel allerdings nicht auf.

In der Vorlage stand schon eine grobe Kostenschätzung der Verwaltung, was auf die Stadt zukommen würde: 24 000 Euro für die gründliche Umgestaltung der Einmündung samt Verlegung eines Fußweges hinter den Knick, knapp 90 000 für Straßenlampen, 25 000 für die Überarbeitung der wassergebundenen Abschnitte des Steinredders und Bebensundwegs sowie 170 000 Euro für die Ausbesserung des Pflasters im Steinredder, zusammen also gut 300 000 Euro – ohne Verbreiterung des Weges mit Grunderwerb.

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