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Malente : Erneuter Rohrbruch in der Eutiner Straße

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Schaden an der sanierungsbedürftigen Trinkwasserleitung sorgte für eine Vollsperrung. Die Gemeindewerke reparierten das defekte Stahlrohr provisorisch.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2017 | 11:00 Uhr

Eine Überraschung erlebten Autofahrer, die gestern Vormittag in Malente durch die Eutiner Straße fahren wollten. An der Gremsmühle gab es kein Durchkommen, schon am Ortseingang Richtung Eutin war die Straße gesperrt. Grund: ein Wasserrohrbruch wenige Meter vom Gebäude der Gremsmühle entfernt. Um 8 Uhr sei den Gemeindewerken gemeldet worden, dass sich auf der Fahrbahn eine Wasserlache gebildet habe, berichtete Wasser- und Netzmeister Dieter Path. „Wir mussten die Straße sofort sperren, um eine Gefährdung von Menschen und Fahrzeugen auszuschließen.“ Knapp ein Dutzend Haushalte hätten kein Wasser gehabt.

Gemeinsam mit drei Monteuren machte sich Path sofort an die Arbeit. Zunächst sorgte er für die Aufstellung von Sperr- und Umleitungsschildern, die Polizei informierte die Rettungsdienste über die Sperrung. Nachdem das defekte Rohr freigelegt worden war, wurde der Schaden sichtbar: ein Loch mit zwei Zentimetern Durchmesser im Rohr. „Da dürften pro Stunde 60 bis 80 Kubikmeter Wasser durchgeflossen sein“, schätzte Path. Durch das Kopfsteinpflaster fand das Wasser irgendwann den Weg an die Oberfläche.

„Das ist ein sehr altes Stahlrohr“, erklärte Path. Das Leck sei mit einer sogenannten Reparaturschelle abgedichtet worden – ein Provisorium: „Das ist nicht für die Ewigkeit.“ Die Rohrleitung ist sanierungsbedürftig. Bereits am 6. Juni hatte es nur zehn Meter weiter auf der Kreuzung der Eutiner Straße mit Frahmsallee und Hindenburgallee einen Rohrbruch gegeben.

Der erneute Schaden zeigt, wie richtig die Entscheidung ist, die Rohrleitungen in der Eutiner Straße in einem rund 150 Meter langen Bereich von der Kreuzung bis zum Pumpwerk so bald wie möglich zu sanieren. Ursprünglich sollten diese Arbeiten, für die etwa vier Wochen angesetzt sind, erst nach dem Bau der neuen Straßenbrücke in der Hindenburgallee erfolgen. Doch nach dem ersten Rohrbruch entschieden die von der Schleswig-Holstein Netz AG koordinierten Ver- und Entsorgungsbetriebe, die Sanierung vorzuziehen (wir berichteten), auch wenn damit der Brücken-Neubau verzögert wird.

Immerhin: Der Zeitpunkt des erneuten Rohrbruchs hätte weitaus ungünstiger sein können. Wäre das Malheur einen Tag vorher passiert, wäre die Verkehrsachse vom Malenter Ortszentrum in Richtung Plön für Stunden komplett blockiert worden. Denn am Mittwoch wurde die neue Fußgängerbrücke am ehemaligen „Intermar“-Hotel angeliefert, weshalb an diesem Tag Hindenburgallee und Eutiner Straße gesperrt gewesen wären. Genau dieses Szenario droht, wenn der Brücken-Neubau vor einer Sanierung der Rohrleitungen in der Eutiner Straße erfolgt. Gestern war der Schaden am frühen Nachmittag wieder behoben und die Straße kurz nach 14 Uhr wieder frei befahrbar.

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