Erklärung der Stadt zu Rammschäden – Behrens forderte Entschuldigung

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07. Dezember 2017, 00:28 Uhr

Das kam anders, als erwartet: Vor genau einem Monat berichteten wir über die Einigung in Sachen Rammschäden zwischen der Stadt und dem klagenden Eutiner Unternehmer Claus Behrens. auf die Zahlung einer fünfstelligen Geldsumme als Entschädigung für die ihm entstandenen Rammschäden an seinen drei Gebäuden im Rosengarten.

Neben der materiellen Entschädigung lag es Behrens aber damals auch an einer Rehabilitierung, da er sich als Unternehmer die Rufe „Lügner“ und „Betrüger“ habe gefallen lassen müssen. „Alles nur, weil die Stadtsprecherin öffentlich gesagt hatte, dass es keine Rammschäden gibt. Dabei war sie nie in einem der Häuser und hat sich selbst ein Bild davon gemacht“, sagte Behrens damals. Kerstin Stein-Schmidt hatte dies im März nach Rücksprache mit dem Bauamt auf Presseanfrage geäußert (wir berichteten). Auf eine Entschuldigung wartet Behrens noch heute, dabei liest sich die Passage aus einem Schriftsatz vom Anwalt der Stadt an seinen Anwalt, Professor Michael Gubitz, anders: „Die Stadt Eutin wird zuerst die kommunale Selbstverwaltung in der Hauptausschuss-Sitzung informieren. Danach wird eine Erklärung an die Presse gerichtet, die auch die Interessen Ihres Auftraggebers berücksichtigt.Die Stadt Eutin hat kein Interesse an einem Disput. Außerdem liegt es ihr fern, das traditionsreiche Reiseunternehmen Ihres Mandanten in Verruf zu bringen.“ Doch zur Sache Wiederherstellung des Rufes äußerte sich die Stadt gestern nicht und hat das offensichtlich auch nicht vor. Auf Nachfrage hieß es aus dem Rathaus: „Mehr sagen wir dazu nicht.“ Die Frist für eine Entschuldigung läuft morgen ab, sagte Behrens. Er hatte gehofft, dass das Thema dann vom Tisch sei. „Was die Stadt hier veröffentlicht hat, hat mit der Wiederherstellung meines Rufes nichts zu tun.“

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