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Erinnerungen an einen Zwangsarbeiter in Gnissau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 17:34 Uhr

„Das hat mir das Leben gerettet. Erinnerungen eines belgischen Kriegsgefangenen an seine Zeit in Ahrensbök“, heißt ein Vortrag des Lübecker Historikers Christian Rathmer. Morgen (30. Juli) sind Interessierte um 15 Uhr in die Gedenkstätte Ahrensbök (Flachsröste) eingeladen, um eine bemerkenswerte Lebensgeschichte zu hören: Der Brauereigeselle Jules Geirnaert war 1940 als belgischer Soldat von der Wehrmacht gefangen genommen und nach Deutschland verschleppt worden, wo der damals 22-Jährige zum Arbeitseinsatz bei einem Bauern in Gnissau gezwungen wurde. Geirnaert sprach selten er über seinen Zwangsaufenthalt in Deutschland. Er starb früh, im Alter von 54 Jahren. Sein Schicksal wäre vergessen worden, hätten seine acht Enkel nicht nachgefragt. Sie veranlassten seinen Sohn Christian Geirnaert sich auf Spurensuche zu begeben. Im Frühjahr dieses Jahres kam er nach Ahrensbök traf dort den Historiker Rathmer, der ihn nach Gnissau begleitete, wo Geirnaert mit alten Leuten dort sprach, die sich an den Zwangsarbeitseinsatz von Kriegsgefangenen auf dem Oldenburger Hof erinnerten. Auch von dieser Begegnung wird Rathmer morgen Interessierten berichten. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Weitere Informationen unter Telefon 04525/493060.

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