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Erinnerung an die „Urkatastrophe“ im Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Foyer des Kreishauses ist die Volksbund-Ausstellung „14/18 mitten in Europa – Die Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und ihre Folgen für das 20. und 21. Jahrhundert“ eröffnet worden. Der Kreispräsident und Kreisvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Peter Sönnichsen, Landrätin Stephanie Ladwig und der Kreisgeschäftsführer Harald Rebmann würdigten gemeinsam mit den Reservisten Jürgen Spill und Günter Kord-to-Krax die Ausstellung als ein wichtiges Zeichen, den vor 100 Jahren begonnenen Krieg wieder in Erinnerung zu rufen.

Landrätin Ladwig rief dazu auf, die Lehren aus dem Ersten Weltkrieg nicht zu vergessen. Militärische Maßnahmen dürften grundsätzlich kein geeignetes Mittel politisch gewollter Veränderungen und wenn überhaupt nur das letzte Mittel der Konfliktbeilegung sein. Die Gegenwart zeige nach Jahrzehnten des Friedens leider, dass auch unser Kontinent vor einem Rückfall nicht vollständig gefeit sei. Mit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland werde erstmals wieder die territoriale Integrität souveräner Staaten in Europa infrage gestellt.

Peter Sönnichsen erinnerte zugleich an die in den nächsten Wochen stattfindenden Haus- und Straßensammlungen für die Kriegsgräberfürsorge. Der Volksbund kümmere sich seit inzwischen 95 Jahren als privater Verein weltweit um die Gräber von deutschen Kriegstoten. Auch habe er sich selbst im Juli des Jahres auf dem Soldatenfriedhof im estnischen Partnerkreis in Rakvere von der Bedeutung dieser Aufgabe des Volksbundes überzeugen können, die Erinnerung an die Millionen Kriegstoten in ganz Europa aufrecht zu erhalten.


Die Ausstellung ist noch den gesamten Monat November im Foyer des Kreishauses (zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung) zu sehen.



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erstellt am 03.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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