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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 19:41 Uhr

Erfolgserlebnis in Erfurt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eishockey: EHC Timmendorfer Strand setzt sich nach Niederlage gegen Hannover in Thüringen 6:4 durch

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Eishockey- Oberligist EHC Timmendorf hat an diesem Wochenende drei wichtige Punkte eingefahren. Der 0:2(0:0, 0:1, 0:1)Heimniederlage am Freitag gegen die Hannover Scorpions folgte am Sonntagnachmittag ein 6:4(1:1, 3:2, 2:1)-Sieg bei den Black Dragons Erfurt.

Gegen Hannover musste Trainer Martin Williams auf den verletzten Christian Herrmann sowie Marius Nägele verzichten, der in der vergangenen Woche zu einem Club aus der Oberliga Süd wechselte. Dafür konnte Michael Chvostek wieder mitwirken, nachdem seine Sperre aus einer überzogenen Matchstrafe von vier auf zwei Spiele reduziert wurde.

Die Hannover Scorpions begannen druckvoll und suchten das frühe Tor. Doch dagegen hatten die „Beach Boys“ vor allem ein Mittel: Goalie Jordi Buchholz. Der Torwart zeigte erneut eine überragende Leistung und wehrte 48 Schüsse in zum Teil spektakulärer Weise ab. Vor der Partie wurde Buchholz geehrt, nachdem er bereits zum zweiten Mal von den Fans zum Spieler des Monats gewählt wurde. Ab der zwölften Minute mussten die Timmendorfer auf Iven Rösch verzichten. Er erhielt nach einem Bandescheck eine Spieldauerstrafe. „Zwei plus zehn Minuten hätten für diese Aktion auch gereicht“, knurrte Trainer Martin Williams, der diesmal nicht auf dem Eis stand, sondern sich auf seine Coaching-Aufgabe an der Bande konzentrierte. Auch in Unterzahl spielten die Timmendorfer konzentriert. Sie fuhren zwar nur gelegentliche Konter, doch die waren gefährlich. So hatten die Gastgeber Pech, als ein Schuss aus dem Getümmel heraus gegen den Pfosten krachte und von dort ins Feld zurückprallte.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Die Scorpions suchten die Offensive, doch die Defensive der Timmendorfer vor Buchholz spielte aufmerksam. Erst in der 42. Minute gelang den Gästen in Überzahl das 0:1, als Sachar Blank nach einem Abpraller unhaltbar einschoss. Die Beach zeigten sich wenig beeindruckt und zweigten nun auch ihre Offensivqualitäten, war im Abschluss trotz guter Gelegenheiten aber zu harmlos. Die Entscheidung fiel erst fünf Minuten vor der Schlusssirene, als Ex-Nationalspieler Andreas Morcinietz mit einem Distanzschuss das 2:0 gelang. Die Timmendorfer versuchten zwar noch alles und nahm auch Buchholz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, ein Tor wollte jedoch nicht mehr gelingen.

„Schade, wir haben kämpferisch über 60 Minuten alles gegeben und hatten einen überragenden Goalie, aber es hat nicht gereicht. Unser Einsatz hätte mit einem Punkt belohnt werden müssen, auch wenn Hannover überlegen war. Das Einzige, was ich heute kritisieren muss, ist unser Überzahlspiel. Das muss deutlich verbessert werden“, sagte Martin Williams.

In Erfurt musste der Coach neben Herrmann und dem gesperrten Rösch auch auf die verhinderten Jesper Delfs und Thorben Saggau verzichten. So hatten die Ostholsteiner nur 13 Feldspieler zur Verfügung. Die Thüringer gingen in der fünften Minute durch ein Überzahltor in Führung, doch Jason Horst (11.) glich, ebenfalls in Überzahl, aus. Im zweiten Drittel überschlugen sich die Ereignisse. Erst sorgte Pierre Kracht (23., 30.), darunter ein Tor in Unterzahl, für das 3:1, doch Erfurt antwortete mit dem zweiten Treffer. Auch auf das 4:2 durch Chvostek (40.) antworteten die Gastgeber noch in derselben Minute. Als Moritz Meyer in der 47. Minute mit einem weiteren Unterzahltor das 5:3 erzielte, schlugen die Black Dragons eine Minute später mit dem 4:5 zurück. Die Entscheidung besorgte wiederum Kracht mit dem 6:4 in der 54. Minute. „Das war im super Mannschaftsleistung. Die Spieler haben toll gearbeitet und sich den Sieg redlich verdient, weil wir das stärkere Team waren“, sagte Trainer Martin Williams.

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