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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 13:35 Uhr

Eutin : „Er ist ein Landrat zum Anfassen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Reinhard Sagers Vereidigung für weitere acht Jahre begleitete eine große Gästeschar. Albig nennt Sager einen "Interessenvertreter der Kreise erster Güte“.

von
erstellt am 05.Jun.2015 | 04:00 Uhr

Ein außergewöhnliches großes Aufgebot von Vertretern der Politik aller Ebenen bis zum Bundestag und des öffentlichen Lebens begleiteten gestern Morgen die Vereidigung von Reinhard Sager (CDU) als Landrat des Kreises Ostholstein. Der 56-Jährige, seit 2001 Verwaltungschef im Kreishaus in Eutin, war am 24. März mit 40 von 59 möglichen Stimmen des Kreistages für weitere acht Jahre im Amt bestätigt worden.

Seine Vereidigung erfolgte gestern in einer rund zwei Stunden dauernden Sondersitzung des Kreistages mit rund 160 Gästen, darunter Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Sager merkte zum Schluss der Feierstunde an, dass er die Anwesenheit von Ministerpräsident, Innenminister, Landtagspräsident, Oppositionsführer im Landtag und weiteren hochrangigen Vertretern als große Anerkennung empfinde.

Das von Torsten Albig formulierte Lob für seine Verdienste sei sicher übertrieben, sagte Sager augenzwinkernd weiter, aber er könne zusichern, dass er für die Interessen der kommunalen Familie weiter „hartnäckig und leistungsorientiert“ streiten werde.

Torsten Albig hatte erklärt: „Ich freue mich, dass wir weitere Jahre zusammenarbeiten werden. Mit Ihnen haben die Kreise einen Interessenvertreter erster Güte. Sie vertreten die kommunalen Interessen mit Kompetenz und der erforderlichen Vehemenz.“

Bei allen unterschiedlichen Positionen gebe es eine gute Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen bei wichtigen Themen wie dem geregelten Ausbau der Windenergie oder dem Bau der Festen Fehmarnbeltquerung. Vor allem für den souveränen und besonnenen Umgang bei der Aufnahme von Flüchtlingen gebühre den Kreisen, Ämtern und Kommunen großer Dank.

„Ich stehe hier in einem gut funktionierendem, gut geführten Kreis, und ich bin der Überzeugung, dass dieser Kreis eine große Zukunft hat. Vielleicht sind Sie derjenige, der den Fehmarnbelttunnel eröffnet. Ich müsste bis dahin noch zweimal wiedergewählt werden“, schloss Albig seine Rede.

Kreispräsident Ulrich Rüder zeichnete den Werdegang Sagers nach, der 2001 bei der Wahl zum Landrat für diese Amt bestens vorbereitet und vernetzt gewesen sei. Bei der Wahl zum Präsidenten des Landkreistages im Hambacher Schloss 2014 seien ihm Fachkompetenz, langjährige Erfahrung und Leidenschaft für die kommunale Sache bescheinigt worden. Rüder sagte mit Blick auf die kommenden acht Jahre in Ostholstein: „Große Herausforderungen sind auch große Chancen, und ich bin zuversichtlich, dass der Kreistag das gemeinsam mit Landrat Sager bewältigt.“

„Ihr Landrat ist ein sehr gefragter Gesprächspartner im Lande und darüber hinaus“, bescheinigte den Ostholsteinern das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Landkreistages, Jan-Christian Erps, und Malentes Bürgermeister Michael Koch ergänzte als Vorsitzender des ostholsteinischen Gemeindetages: „Der Kreis Ostholstein hat eine ausgezeichnete Entwicklung genommen, seitdem Sie Landrat sind.“ Voll des Lobes war auch Angelika Matthiessen, seit fünf Jahren Vorsitzende des Personalrates der Kreisverwaltung: Sager sei ein Landrat zum Anfassen, er verhandele stets auf Augenhöhe.

„Unsere großen Trümpfe sind: Landschaft, Naturraum und Lebensqualität. Wer kann schon mit dem Slogan ,Arbeiten, wo andere Urlaub machen‘ werben? Der ist alt und trotzdem noch taufrisch“, sagte Reinhard Sager.

Mit Blick auf die Schwächen des Kreises wie geografische Randlage, Strukturschwächen und fehlende Steuerkraft gelte folgende Strategie: „Wir müssen die Stärken stärken und die Schwächen, so gut es geht, reduzieren.“

Möglichkeiten der Ausbildung müssten gefördert werden, damit junge Leute hier bleiben könnten, eine Konsolidierung der Finanzen sei unumgänglich, die Breitbandversorgung müsse ausgebaut und die Chancen des Fehmarnbelttunnels müssten genutzt, negative Auswirkungen gemildert werden.

Musikalisch begleitet wurde die Sitzung durch eine Band von Schülern und Lehrern der Beruflichen Schulen unter der Leitung des „Timmerhorst“-Frontmannes Jochen Hinz. Deren Empfehlung an Sager als „Regierungsprogramm“ für die kommenden acht Jahre: der Tim-Bendzko-Hit „Muss nur noch kurz die Welt retten“....

 

 

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