zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 04:00 Uhr

Entwarnung für die Weber-Schule

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Messungen zeigen: Kein Asbest in der Raumluft / Einzelbefund bleibt rästelhaft

von
erstellt am 25.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Aufatmen in Eutin: Im städtischen Weber-Gymnasium ist die Raumluft frei von Asbest-Fasern. „Alle Proben waren negativ, Gott sei Dank“, gab Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz gestern das Resultat der Messungen bekannt, die am Mittwoch umfangreich im alten Gebäudekomplex der Schule angestellt worden waren.

Dazu hatte die Stadt einem Ingenieurbüro dringlich den Auftrag gegeben, nachdem am Dienstag an einem Treppengeländer an der Pausenhalle eine Asbest-Belastung festgestellt worden war. Vorsorglich war darauf die für Mittwoch geplante Einweihungsfeier für den 4,9 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau abgesagt worden (der OHA berichtete).

Mit der Entwarnung für die Raumluft kann der Unterrichtsbetrieb heute wieder im vollen Umfang aufgenommen werden. „Schön, dass sich so schnell alles aufgeklärt hat“, reagierte Schulleiterin Iris Portius erleichtert. Sie hatte in Abstimmung mit der Schulaufsicht in Kiel den räumlich in der Nähe des Asbestfundes angesiedelten Klassenstufen 5 bis 8 zwei Tage schulfrei gegeben. Portius betonte, diese Vorsichtsmaßnahme sei als „ein Akt der Fürsorge für das Wohl der Kinder und Kollegen“ geboten gewesen.

Ebenso verteidigte Bürgermeister Schulz den Entschluss, die Einweihungsfeier mit über 100 geladenen Gästen kurzfristig abzusagen: „Das war keine überzogene Reaktion. Was wäre denn wohl los gewesen, wenn die Messungen etwas Anderes erbracht hätten? Die Vorwürfe dann, wir hätten Menschen wissentlich einer Gefahr ausgesetzt, hätte ich nicht hören mögen.“ Jetzt werde die Stadt „auf jeden Fall“ einen neuen Termin für die offizielle Einweihung suchen.

Wie aber ist der eine Asbest-Fund zu erklären, der die Aufregung bei den Verantwortlichen in Schule und Rathaus auslöste? Eine hieb- und stichfeste Erklärung gibt es noch nicht. Vermutet wird aber, dass die am Geländer in der Pausenhalle gefundenen Asbestfasern von einem Handwerker mit ins Haus getragen worden sein könnten. Sie sind nach Informationen unserer Zeitung nicht identisch mit der Asbestart, die bei Umbauarbeiten in den Herbstferien im Fußboden im Altbau entdeckt und  von einer Fachfirma entsorgt worden ist. Rund um die Pausenhalle wurde alles gestern gründlich gereinigt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen