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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 03:10 Uhr

Entscheidung für eine gute Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verträge für neue Nutzung des Mühlenareals unterschrieben / Am 5. Mai geht’s direkt an der „Wagria“ los

Einstimmig hat die Gemeindevertretung am Donnerstag die bereits einen Tag zuvor unterzeichneten Verträge über die neue Nutzung des Mühlenareals gebilligt. Wie der OHA bereits ausführlich berichtete, wollen Tina Benz und Hans-Jürg Buss vom Gestüt Schierensee dem Mühlenareal Leben einhauchen und Grebin ein neues touristisches Konzept geben. Dafür planen sie, im Laufe der nächsten Jahre über 1,5 Millionen Euro zu investieren. Bei der Vorstellung ihres Projektes ernteten die beiden im „Grebiner Krug“ vor rund 30 Zuschauern durchweg viel Applaus.

„Wir haben ein für Grebin bisher einmaliges Projekt zu einem guten Abschluss gebracht“, sagte Bürgermeister Jochen Usinger. Er wünschte Tina Benz und Hans-Jürg Buss alles Gute bei der Umsetzung ihrer Pläne und vor allen Dingen viele Besucher im Mühlenareal. Tina Benz berichtete von ihren gärtnerischen Plänen an der Grebiner Mühle „Wagria“, die über einen Zeitraum von 25 Jahren von der Gemeinde angemietet wird. „Und dann wollen wir erst einmal sehen, wie es läuft und angenommen wird“, schmunzelte Tina Benz.

Ihr aus der Schweiz stammender Lebensgefährte und Investor, Hans-Jürg Buss, berichtete über den Ankauf des Mühlencafés für 130  000 Euro von der Gemeinde, die einst 175  000 Euro dafür gab. Das Café solle später durch einen Neubau mit Ferienwohnungen ersetzt werden. Dafür müssten allerdings noch die bauplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden. Ein Grundstück sei dafür in Nachbarschaft schon gekauft worden. Außerdem seien Ländereien für Parkplätze gepachtet worden. In der Mühle werde wieder ein gastronomisches Angebot bereitgehalten.

Hans-Jürg Buss geht selbst nicht davon aus, dass er mit dem Projekt viel Geld verdienen werde. Ihm gehe es um das Ganze – seinem Gestüt Schierensee mit dem touristischen Umfeld, einen Erlebniswald, einen Angelteich und den Zauberfeengarten von Tina Benz. Die Boulebahn an der Mühle könne erst einmal bleiben, werde später aber an einen anderen Ort versetzt werden müssen und auch der Wanderweg bleibe erhalten.

Erheblichen Anteil an der Realisierung des Projektes hatte Hans-Peter Birkner aus Grebin. Der pensionierte Fachbereichsleiter Soziales beim Kreis Ostholstein war Mitglied einer Arbeitsgruppe mit Bürgermeister Jochen Usinger, Gerhard Manzke und Hans-Jürg Buss. Birkner berichtete von zwei Bewerbern nach einem ausgerufenen Interessenbekundungsverfahren durch die Gemeinde Grebin. Ein Interessent sei allerdings wieder abgesprungen. Die Verträge mit Buss seien mit gutem Gewissen unter Vorbehalt der Zustimmung der Gemeindevertretung geschlossen worden. Sicher sei, Benz und Buss wollten etwas zum Wohle der Gemeinde Grebin tun.

Die Aktivitäten beginnen schon in diesen Tagen. Es sollen zunächst eine Wasserleitung in die Mühle gelegt und die Toiletten im ehemaligen Mühlencafé provisorisch wieder hergerichtet werden. Ziel ist, dass die Mühle am Himmelfahrtstag (5. Mai) erstmals wieder ihre Türen öffnet.  

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erstellt am 22.Apr.2016 | 00:26 Uhr

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