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Ostholsteiner Anzeiger

21. September 2017 | 10:45 Uhr

Entscheidung an den Ostertagen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußballer von Eutin 08 haben in der Schleswig-Holstein-Liga eine hervorragende Saison und wird am Ende mit 76 Punkten Vizemeister

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2016 | 21:44 Uhr

Der Schlussakkord war gewaltig, die Fußballer von Eutin 08 zeigten in den letzten vier Saisonspielen in der Schleswig-Holstein-Liga noch einmal ihre offensiven Stärken – offenbarten aber auch die Schwächen in der Defensive. Sie setzten sich 3:1 gegen den TSB Flensburg, 3:1 beim SV Todesfelde, 6:3 bei Flensburg 08 und letztlich 7:1 gegen den SV Henstedt-Ulzburg durch. Unter dem Strich macht das 76 Punkte und 108:48 Tore, mithin die Vizemeisterschaft, denn den Titel hatte sich der SV Eichede gesichert, der mit einem glücklichen 2:1-Sieg in Eutin den entscheidenden Schritt geschafft hatte. „Die Chancen auf den Titel haben wir am Osterwochenende verspielt, als wir gegen den Heider SV und beim Preetzer TSV nur einen Punkt geholt haben“, sagt Kapitän Sönke Meyer im Rückblick.

Die Eicheder Stärke in der Rückrunde gab den Ausschlag, während Eutin 08 mit einer Fülle von Nachholspielen zu kämpfen hatte, nachdem die Mannschaft wegen der schlechten Witterungsbedingungen im November und Dezember zur Tatenlosigkeit verurteilt war. Wie schon in der Vorsaison mauserten sich die Eutiner zum Zuschauerkrösus, in den meisten Heimspielen gab es 400 Zuschauer und mehr, Saisonrekord waren die 1011 zahlenden Zuschauer beim Spitzenspiel gegen den SV Eichede am Sonntag, dem 1. Mai. Dass sich Eutin 08 auf eine große Fangemeinde stützen kann, zeigte auch das Hallenfußballturnier in der Kieler Sparkassenarena, bei dem die rote Eutiner Kurve rund 600 Fans Platz bot, die sich auch lautstark bemerkbar machten. „Das war noch überragender als im letzten Jahr“, erinnert sich Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner, der zudem stolz auf die sportliche Steigerung hinweist, denn Eutin 08 hatte den Drittligisten Holstein Kiel am Rande einer Niederlage und schied nur knapp nach der Vorrunde aus. „Wenn du das schaffst, zeigt das, dass du gut gearbeitet hast“, sagt Mecki Brunner.

Bei den Zugängen haben die Eutiner Augenmaß bewiesen. Mit dem erfahrenen Kevin Wölk holte Sponsor Arend Knoop einen exzellenten Spielmacher nach Eutin, Florian Stahl überzeugte nicht nur wegen seiner Torquote, sondern auch als Vorbereiter. Danny Cornelius erwies sich nach leichten Anlaufproblemen als echte Verstärkung.

Die Planungen für die kommende Saison sind recht weit vorangeschritten, um den Platz im Tor bewerben sich Lennart Weidner vom Preetzer TSV und Lars Möller von der TSG Concordia Schönkirchen, nachdem Fabian Oeser zum MTV Ahrensbök in die Kreisliga gewechselt ist, weil er sich auf seine Berufsausbildung konzentrieren will. Auf dem Wunschzettel ganz oben stehen ein Innenverteidiger, der der Abwehr mehr Stabilität geben soll, und ein „Back up“ für Torjäger Florian Stahl, der zwar mit 35 Saisontoren eine herausragende Quote erreicht hat, der aber kaum zu ersetzen war, wie seine Knieverletzung zeigte, die ihn in der wichtigen Phase der Rückrunde außer Gefecht setzte.

War Neuzugang Timo Klotz mit Tempo und Zweikampfstärke sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite die Überraschung der Hinrunde, so rückte nach der Winterpause Christian Rave immer mehr in den Blickpunkt. Eigentlich fühlt er sich am wohlsten, wenn er seine Schnelligkeit, Dynamik und Schusskraft im offensiven Mittelfeld einsetzen kann. Zuletzt gab er der Abwehr als Innenverteidiger neben Sönke Meyer mehr Halt. Während der Saison erwies sich Rave als hundertprozentig sicherer Elfmeterschütze.

Sönke Meyer lobt das Umfeld, Ligaobmann Martin Wagner mache einen richtig guten Job: „Er ist einer, der sich um alles kümmert.“ Das Trainergespann Mecki Brunner und Stefan Anders bilde ein super Team: „Sie ergänzen sich sehr gut und verbessern die Mannschaft ständig.“

Das spannendste Spiel lieferte Eutin 08 beim Rückrundenstart, als die Mannschaft in der 90. Minute durch Meyer und in der dritten Minute der Nachspielzeit aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Sieg machten. Trainer Mecki Brunner gibt seinem Team für die Spiele gegen Holstein Kiel II die besten Noten: „Das waren zwei Spiele auf sehr hohem Niveau.“

Der Trainer und sein Kapitän sind sich einig: In der kommenden Saison muss der Verein den nächsten Schritt machen, sportlich und im Umfeld noch stabiler werden. „Wir sind noch auf dem Weg“, stellt Mecki Brunner fest. Am Ziel könnte der Aufstieg in die Regionalliga Nord stehen...

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