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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 17:17 Uhr

Engpass wird zum Dauerzustand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Abrutschende Neversfelder Straße wird verschwenkt und bleibt einseitig gesperrt

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2016 | 17:22 Uhr

Verfahren schien die Situation in der Neversfelder Straße. Als sich dort 2012 zum steil abfallenden Gelände des Reiterhofs Risse in der Fahrbahn zeigten, sperrte die Gemeinde die Fahrbahn halbseitig und sicherte sie auf rund 70 Metern Länge mit Warnbaken und gelben Blinklichtern. Um die Straße zu sanieren, hätte die Gemeinde den Hang zum Reiterhof stabilisieren müssen. Doch der der dafür notwendige Landkauf scheiterte. Die Parteien wurden sich nicht einig, weil die Grundeigentümer an einen Landverkauf Bedingungen knüpften, die aus Sicht der Gemeinde nicht annehmbar waren (wir berichteten).

Nun war guter Rat teuer. Der Vorschlag, die Neversfelder Straße in eine Einbahnstraße umzuwandeln stieß auf Protest, etwa, weil dies Landwirte und Neversfelder zu Umwegen gezwungen hätte.

Jetzt hat das Malenter Bauamt eine andere Lösung erdacht. „Wir werden die Fahrbahn verschwenken, damit wir von der Bruchkante wegkommen“, erklärte Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler. Dafür solle zum einen der Fußweg, der an dieser Stelle relativ breit sei, auf ein Mindestmaß reduziert werden – dadurch werde etwa ein Meter gewonnen. Zum anderen werde es dauerhaft bei der einspurigen Verkehrsführung bleiben, kündigte Spindler an. Anstelle der Warnbaken seien Betonelemente mit reflektierenden rot-weißen Markierungen geplant.

Technisch sei dies eine tragbare Lösung. Das habe eine Bodenuntersuchung gezeigt, erklärte Spindler. Auch die Verkehrsbehörde des Kreises habe sich mit dieser Variante einverstanden gezeigt. „Damit kommen wir den Landwirten entgegen, die Straße bleibt weiterhin in beide Richtungen befahrbar.“

Schließlich kommt die Gemeinde jetzt auch günstiger davon als bei einer technisch aufwendigeren Sicherung des Hangs. Dafür hatte ein Ingenieurbüro bereits 2012 Kosten von 60  000 bis 130  000 Euro angesetzt – je nachdem, ob der Hang aufgeschüttet oder eine Spundwand gesetzt worden wäre. Nun sind im Haushalt 2016, den die Gemeindevertretung am 17. März beschließen soll, 50  000 Euro für die Baumaßnahme vorgesehen. Die soll möglichst zügig in Angriff genommen werden, stellte Spindler in Aussicht. „Wir planen eine kurzfristige Ausschreibung.“ Dann könnte der Umbau zum Sommer hin erledigt sein.

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