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Landesgartenschau 2016 in Eutin : „Engagement ist Ehrensache“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 80 Interessierte wollen auf dem 27 Hektar großen Gelände zur LGS helfen – von Künstlerbetreuung bis Pflanzenpflege.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 04:01 Uhr

Auf den Baustellen haben die LGS-Verantwortlichen bisher mehr Glück mit dem Wetter gehabt, als bei den Infoveranstaltungen für Ehrenamtler. Doch trotz Schnee und Unwetterwarnung folgten am Sonnabend zumindest knapp 30 Interessierte dem Aufruf der LGS, das Helferteam durch Ehrenamtliche zu unterstützen, in den Sitzungssaal des Bauamtes. Unter ihnen auch die beiden Best-Ager des LGS-Werbeplakates, Helga und Hinnerk Tietjen: „Wenn wir mit unserem Gesicht für die LGS werben, müssen wir doch auch auf dem Gelände Taten folgen lassen“, erklärte die 64-Jährige.

Auch die anderen folgten ihrer Überzeugung, etwas Gutes zu tun – wenngleich sich der Gutschein im Wert einer Dauerkarte für 100 Stunden ehrenamtliche Arbeit inklusive LGS-Outfit und Deeskalations- sowie Rhetorik-Training als Dankeschön sehen lassen kann. „Ich bin Eutinerin und finde, man sollte so eine Großveranstaltung als Bürger mittragen und unterstützen, um die Stadt bestmöglich zu präsentieren“, sagte Petra Schabang. Die 48-Jährige arbeitet halbtags, „bleibt noch ein halber Tag und ab und zu die Wochenenden“. Ähnlich enthusiastisch meldete sich Sylvia Wöhrle, die vor einem Jahr von Bayern nach Plön gezogen war, zu Wort: „Ich stelle mir da eine sechs Tage-Woche vor, zumindest für den Anfang. Ist es ein Problem, wenn man deutlich mehr als die 100 Stunden machen möchte?“ Es ist kein Problem. Nadine Dethling, die eigens für die Betreuung des Helferteams und die Ehrenamtlichen-Organisation eingestellt wurde, hat vor Freude ein Lächeln im Gesicht. „Ich freue mich über jeden, der mitmachen möchte und auch bereit ist, mehr zu helfen.“ Etwa 80 Ehrenamtler hat Dethling nach zwei Treffen insgesamt auf ihrer Liste.

Die Aufgabengebiete – von der Künstlerbetreuung über die Geländepflege, den Infopavillon sowie den Mobilitäts- und Besucherservice seien so vielfältig, dass jeder nach seinen Möglichkeiten eingesetzt werden könne. Dethling freute sich diesmal vor allem über den verhältnismäßig niedrigen Altersdurchschnitt der Interessierten. Denn in der ersten Veranstaltung im Advent habe der Anteil der Älteren überwogen. „Wir finden für jeden eine Aufgabe, aber es ist toll, wenn auch die Jüngeren helfen wollen“, so Dethling. Eine von ihnen ist Karolin Knopf (29), die gerade nach Eutin gezogen ist, die Stadt toll findet und sich in der Region engagieren möchte: „Ich habe mehrere Jahre im Ausland gelebt und würde mich sehr gern im Bereich internationaler Kundenservice engagieren.“ Auch für Uta Mrosowsky (55), ebenfalls Wahleutinerin, ist Unterstützung keine Frage: „Es ist meine Stadt. Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich helfe.“ LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt, der das Gelände kurz vorstellte, freuen solche Aussagen. Es zeige, dass die Idee von etwas Großartigem bei den Menschen ankomme.

Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Der geplante Geländerundgang musste aufgrund des Wetters ausfallen. Rubelt: „Wir haben Ihnen und unseren Mitarbeitern gegenüber eine Verantwortung. Wir holen das nach, das ist versprochen.“


Wer bei der LGS noch helfen möchte (auch bei weniger als 100 Stunden), kann Nadine Dethling bis Freitag kontaktieren unter n.dethling@eutin-lgs.de oder 04521/76489-75.

 

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