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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 17:39 Uhr

EM-Fahrkarte im Visier

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Talent Lina Meier vom Deutschen Schützenbund für Sichtung zur Europameisterschaft eingeladen

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Die 17-jährige Sportschützin Lina Meier vom SSV Kassau ist ins Visier des Deutschen Schützenbundes geraten. Unter den
40 jungen Schützinnen und 16 Jungen aus den Altersklassen Jugend, Junioren B und Junioren A ist das derzeit größte Schießsporttalent
des Kreisschützenverbandes Ostholstein dabei, wenn es vom 4. bis 6. Dezember zur Sichtung mit Blick auf die Europameisterschaften nach Dortmund geht. Lina Meier ist stolz über diese Berufung, immerhin ist sie auf der Liste die einzige Sportlerin aus Schleswig-Holstein.

„Ich freue mich über die Nominierung, eines meiner sportlichen Ziele ist nach vier Teilnahmen bei den nationalen Meisterschaften in München seit 2011 ein Start bei der Europameisterschaft und möglichst die Aufnahme in den Bundeskader“, sagt die Tochter von Jens Path, der seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Schießsportler des Kreises ist. „Durch meinen Vater bin ich zum Schießsport gekommen, ich bin praktisch damit aufgewachsen und lebe mittlerweile dafür“, sagt die Schülerin am Beruflichen Gymnasium in Oldenburg. Die Leistungsschwimmerin bei der DLRG in Grömitz, die „wegen Schule und Schießsport dafür immer weniger Zeit hat“, traute sich 2008 an das Lichtpunktschießen heran. Da war sie gerade einmal zehn Jahre alt. Mit zwölf ging es mit dem Luftgewehrschießen los, seit sie 14 ist schießt sie mit dem Kleinkalibergewehr.

Ihre Mutter Marion hat immer Verständnis für die „Schießsportfamilie“, die in Stolpe wohnt. Neben Vater Jens Path gibt es mit ihrem Bruder Henrik einen weiteren Wegbegleiter zu Wettkämpfen und Meisterschaften. Neben der Sammlung etlicher Landesmeistertitel erinnert sich Lina Meier gern an Auftritte auf höherer Ebene: „Den Norden in München am Rande der deutschen Meisterschaften beim Shooty-Cup zu vertreten und dort mit 190 Ringen einen sechsten Platz zu belegen, war schon etwas.“ Das Kleinkaliber-Liegendschießen hat es ihr neben dem Luftgewehr angetan, der sechste Platz bei den deutschen Meisterschaften 2015 in diesem Jahr zeigt das. Beim Endkampf der Jugendverbandsrunde in Frankfurt gab es durch ihren Sieg mit 588 Ringen nach 60 Schüssen auf die 50 Meter entfernte Scheibe einen weiteren Beweis. Ihre persönliche Bestleistung steht bei 590 Ringen. Im Dreistellungskampf Kleinkaliber sind es 569, mit dem Luftgewehr 398 von 400 Ringen.

Diese Resultate hat sie der vorbildlichen Betreuung beim SSV Kassau und auch durch die Zusammenarbeit mit Spitzenschützen aus anderen Vereinen erreicht. „Die Bildung von Mannschaften mit guten Bekannten aus den Vereinen SSG BooKuRiTra und SV Roland Bad Bramstedt aus dem Kreisverband Segeberg hat sich sportlich gelohnt und mich weiter nach vorn gebracht“, sagt die stets fröhliche junge Frau lachend. Beruflich hat sie nach dem angestrebten Fachabitur schon klare Vorstellungen: „Ich würde gern eine Ausbildung bei der Polizei anfangen. Natürlich weiß ich, dass es dafür viele Bewerbungen gibt.“ Das ist jetzt bei der Sichtung im Ringen um die wenigen EM-Startplätze jetzt nicht anders. „Ich bin froh, dass mich Sonja Ostermann und Ingolf Falkenberg als erfahrene Trainer des NDSB nach Dortmund begleiten. Die große Chance für einen weiteren Weg, auch für den DSB sehe ich. Was ich schießen kann, weiß ich. Aber jeder Wettkampf ist anders, dieser Auftritt in Dortmund bedeutet mir sehr viel.“

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