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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 10:08 Uhr

„Elternfreundlich heißt die Zukunft“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jobcenter empfiehlt: Betriebe sollten bei Einstellungen familienfreundlich sein

Arbeitsstellen für Eltern sind gesellschaftlich von großer Bedeutung und wird bei der Deckung des Personalbedarfs der Unternehmen immer wichtiger. Einen bundesweiten Aktionstag „Einstellungssache! Jobs für Eltern“ der Agentur für Arbeit und der Jobcenter hatte das Jobcenter Ostholstein dieser Tage zum Anlass genommen, bei rund 700 Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten sowie bei Betriebsbesuchen in Ostholstein für die Einstellung von Eltern zu werben.

Als gutes Beispiel nennt das Jobcenter den Betrieb Ostsee Campingpartner in Lensahn, der am 3. August auf Vorschlag des Jobcenters eine alleinerziehende Mutter eingestellt hat. Mit Teilzeitbeschäftigungen und flexiblen Arbeitszeitmodellen können Eltern, die bei Ostsee Campingpartner arbeiten, ihre Arbeitszeit den familiärem Notwendigkeiten der Kinderbetreuung anpassen. „Wer sich für unsere Firma einsetzt, für den sind wir auch immer da. Hier gehen wir dann auch an unsere Grenzen des Machbaren“, erklärte Geschäftsführer Dirk Ruhe.

Wenn es der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dient, dann finanziert das Jobcenter arbeitslosen Eltern den Erwerb eines Führerscheins und gibt für den Kauf eines Autos einen Zuschuss, sofern der Weg zur Arbeit und die Organisation der Kinderbetreuung nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisiert werden kann. Karsten Marzian, Geschäftsführer des Jobcenters: „Unter den 2600 Familien mit Kindern, die vom Jobcenter Ostholstein betreut werden, sind viele beruflich qualifizierte und motivierte Eltern, die bei guten Rahmenbedingungen für die Betreuung ihrer Kinder als Fachkräfte gewonnen werden können.“

Eltern zeigten häufig großes persönliches Engagement und Organisationstalent und verfügten über gute soziale Netzwerke. Nur die Unternehmen, die auch das Beschäftigungspotential der Eltern nutzten, würden im wachsenden Wettbewerb um die Arbeitnehmer einen Vorsprung haben, ist Marzian
sicher.

„Angesichts der demografischen Entwicklung kommt es in den nächsten Jahren sehr darauf an, dass die Unternehmen in Ostholstein das vorhandene Arbeitskräftepotenzial voll ausschöpfen. Bis 2025 sinkt die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren im Kreis Ostholstein um rund 15  000 oder zwölf Prozent, im Landesschnitt dagegen mit minus sechs Prozent nur halb so stark. Die Personalnachfrage der Unternehmen und Verwaltungen in Ostholstein ist schon jetzt sehr hoch. Gerade familienorientierte Arbeitsbedingungen und eine moderne Familienpolitik der Betriebe sind wichtige Hebel zur Fachkräftesicherung“, betonte Marzian.

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erstellt am 03.Sep.2015 | 14:09 Uhr

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