Ostholstein : Eltern und Schüler in Sagau und Kassedorf warten vergebens auf den Schulbus

Lange Gesichter bei Eltern und Kindern. Die Autokraft hat über Nacht den Fahrplan für die Schülerbeförderung in der Gemeinde Kasseedorf geändert und startet jetzt 30 Minuten früher. Der Kleinbus um 6.30 Uhr startete entgegen des Fahrplans in Kasseedorf und war in Sagau bereits voll besetzt. Die Eltern brachten ihre Kinder dann in Fahrgemeinschaften zur Schule nach Schönwalde.
Lange Gesichter bei Eltern und Kindern. Die Autokraft hat über Nacht den Fahrplan für die Schülerbeförderung in der Gemeinde Kasseedorf geändert und startet jetzt 30 Minuten früher. Der Kleinbus um 6.30 Uhr startete entgegen des Fahrplans in Kasseedorf und war in Sagau bereits voll besetzt. Die Eltern brachten ihre Kinder dann in Fahrgemeinschaften zur Schule nach Schönwalde.

Autokraft ändert Fahrplan wegen Baustelle über Nacht. Online-Information sind widersprüchlich. Eltern sind sauer, dass Kinder unbetreut an Schule warten müssen.

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21. Oktober 2020, 08:32 Uhr

Kasseedorf/Sagau | Die Eltern der Grundschüler in Sagau sind sauer auf die Autokraft. Über Nacht hat das Busunternehmen aufgrund der Bauarbeiten an der L57 zwischen Kasseedorf und Schönwalde und der damit verbundenen Sperrung die Fahrpläne geändert. Der Bus, der die Kinder zur ersten Stunde nach Schönwalde bringt, fährt seit Mittwoch 30 Minuten früher und setzt die Kinder um sieben Uhr vor der Schule ab. Die dortige Frühbetreuung beginnt jedoch erst um 7.15 Uhr und der Unterricht erst um 7.35 Uhr.

„Ich kann ein Grundschulkind doch nicht um 6:11 Uhr in den Bus setzen, wenn die Schule erst um 7.35 Uhr beginnt,“ empört sich Ulrike Dobkowitz über die Änderung des Fahrplans. „Hier wird auf Kosten der Kleinsten gespart“, ist sich die zweifache Mutter sicher. Nach ihrer Meinung könnten die 15 Minuten Umweg des Busses, der zur ersten und zur zweiten Stunde fährt durch einen zweiten kompensiert werden, anstatt die Fahrzeitverlängerung auf 30 Minuten zu addieren.

Nachdem die Eltern sich bereits während des ersten Bauabschnittes über die unzureichende Kommunikation und Zuverlässigkeit der Autokraft bei der Schülerbeförderung beschwert hatten (der OHA berichtete), macht sie die Art und Weise der Fahrplanänderung wütend. „Das kommt einer Nacht-und-Nebel-Aktion gleich“, macht sich Anne Dohse Luft. Nur durch Zufall sei sie am Abend auf die Information gestoßen, dass bereits am nächsten Morgen ein neuer Fahrplan gilt. An den Haltestellen hängen noch die alten Pläne.

Auch die Friedrich-Hiller-Schule wurde von der Änderung des Fahrplans kalt erwischt. Zwar informiert sie auf ihrer Homepage per 20. Oktober über eine Änderung mit veränderten Abfahrtzeiten, auf der verlinkten Seite von DB Regio Bus Nord wird jedoch noch der Fahrplan mit Stand 1. August angezeigt und auch die Online-Fahrplanauskunft wirft weiterhin 6.41 Uhr statt 6.11 Uhr als Abfahrtzeit in Sagau aus.

Schulverbandsvorsteherin Angela Hüttmann war zunächst sprachlos, als die Eltern sie noch am Dienstabend mit der Änderung konfrontierten. „Wir wussten, dass es eine Änderung geben sollte, aber ich versuche selbst seit Freitag erfolglos den Umfang der Änderung bei Kreis zu erfragen“, erfuhren die Eltern von ihr. Sie habe jedoch niemanden erreichen können. Eine Erfahrung die auch die Eltern in der Vergangenheit gemacht haben. Aus Hüttmanns Sicht sei es besonders Erstklässlern nicht zuzumuten 35 Minuten vor Unterrichtsbeginn an der Schule sein zu müssen, zumal die durch den Schulverband gesicherte Betreuung der „Fahrschüler“ erst ab 7.15 Uhr organisiert sei. „Hier müssen wir eine Änderung herbeiführen“, war ihr erster Kommentar, ohne angesichts der überraschenden Nachricht konkret werden zu können.


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