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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 11:27 Uhr

Eutin : Eltern interessieren Lösungen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erste Rampen an Wilhelm-Wisser-Schule am Kleinen See sind montiert. Ausschussmitglieder verwahren sich gegen Vorwurf der Verschleppung.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 09:16 Uhr

Eutin | Endlich passiert etwas, freuen sich Schulleiter und Elternvertreter der Wilhelm-Wisser-Schule. Während der Schulausschuss gestern Abend im Rathaus  die Diskussion über den  Fahrstuhl in der Gemeinschaftsschule am Kleinen See nicht aktuell behandeln wollte, sondern auf eine der nächsten Sitzungen verschob, montierte Willy Johannsen mit zwei Kollegen die erste von zwei Rampen im Schulgebäude.

„Wir freuen uns natürlich, dass sich Stück für Stück etwas verbessert, aber das ist nur ein Teil eines großen Programmes“, sagte Elternsprecher Michael Haubrich. Die Rampen sind schön, können jedoch nur ein Anfang sein.  Ein Aufzug müsse her, um auch die Fachräume mühelos erreichen zu können.

Schulleiter Sven Ulmer hatte im Schulausschuss im Oktober mit seiner Meldung in der Einwohnerfragestunde Probleme am Standort öffentlich thematisiert. Einige Ausschussmitglieder empfanden die Fragen als Vorwürfe.  Christiane Balzer (Grüne): „Ich verwehre mich dagegen, der Ausschuss würde Entscheidungen verschleppen.“ Dem sei nicht so, schließlich habe sie bereits im Januar dafür gesorgt, dass das Okay des Schulausschusses für die von der Schulleitung vorgeschlagene Containerlösung für die Offene Ganztagsschule auch in der nachfolgenden Bauausschusssitzung Anfang Februar diskutiert werde. „Aber von Februar bis jetzt ist nichts Sichtbares geschehen. Uns als Eltern ist egal, warum manche Vorgänge länger dauern. Wir werfen niemanden etwas vor. Uns interessieren die Lösungen“, sagte Haubrich. Und die seien aus dem Antwortschreiben des Bürgermeisters Klaus-Dieter Schulz auf die Fragen des Schulleiters nicht ersichtlich. Demnach werden zwar auch Preisanfragen zu alternativen Bauweisen seitens der Verwaltung gestellt, aufgrund der hohen Auslastung der Firmen reagierten diese jedoch nicht. „Das ist als Antwort doch nicht zufriedenstellend“, kritisierte der  Elternvertreter. „Es ist klar, dass die Stadt derzeit viele Aufgaben bewältigen muss, aber wir diskutieren einige Probleme schon seit Jahren.“  Die Unzufriedenheit der Eltern sei groß, schilderte Haubrich.  „Verlieren Sie die Ziele nicht aus den Augen und denken Sie an diejenigen, die es betrifft, sonst scheitern wir langfristig mit unserem Bildungsauftrag“, appellierte Haubrich an den Ausschuss. Denn das zweite große Thema an der Wisser-Schule sei die steigende Zahl an Flüchtlingskindern, die  „pädagogisch gut betreut werden müssen“. Das seien Herausforderungen, bei denen Schule Unterstützung brauche.

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