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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 09:34 Uhr

Elogen für „Erzengel“ Gudrun Kruse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mitbegründerin des Betreuungsvereins Ostholstein nach 21 Jahren als Vorsitzende ehrenvoll verabschiedet / Burgdorf wird Nachfolger

Ein wenig wehmütig sei ihr ja schon zumute, sagte Gudrun Kruse zu Beginn der Jahresversammlung des Betreuungsvereins Ostholstein. Die 79-jährige Eutinerin brachte damit auf den Punkt, was wohl auch die übrigen 56 im „Seeschloss“ anwesenden Mitglieder fühlten. Denn nach 21 Jahren an der Spitze des Vereins trat Kruse nicht erneut zur Wahl der Vorsitzenden an.

1992 war Gudrun Kruse eine der Gründerinnen des Vereins gewesen. Zu ihrem Nachfolger wurde einstimmig Christian Burgdorf gewählt – von Kruse den Mitgliedern zuvor als ihren „Traummann“ für den Posten präsentiert. Zu seinen Stellvertretern wurden Prof. Heiko Dahle und Hans-Jürgen Clausen, Thomas Junge wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Nachfolger von Burgdorf als Schriftführer wurde Werner Ochmann.

Viel Lob und viel Dank
gab es zum Abschied für Gudrun Kruse. „Du bist die Integrationsfigur des Vereins auch nach innen gewesen“, beschrieb Dahle seine bisherige Vereinsvorsitzende. Die Gründung des Betreuungsverein sei Kruses ganz persönliche Pionierleistung gewesen. Sie zeichne sich durch Herzenswärme und Menschlichkeit aus, sagte Landrat Reinhard Sager über Kruse. Und die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes, Henriette Gräfin Platen, stellte fest, dass Kruse den Betreuungsverein durch ihre Persönlichkeit geprägt habe. „Sie sind in Ihrer Kontinuität unbestechlich und bleiben an einem
Ihnen wichtigen Thema immer dran“, so Gräfin Platen.

„Engel sind Menschen mit Herz, die ein Hafen für Menschen sind, die Hilfe brauchen“, sagte Propst Matthias Wiechmann mit Rückblick auf die Weihnachtszeit. So gesehen seien alle Helfer im Betreuungsverein Engel. „Engel aber haben einen Erzengel“, wandte Wiechmann sich direkt an Kruse. „Und so schiebe ich Dich in der Hierarchie des Engelschores noch eine Ebene höher.“

Doch auch nach ihrem Rückzug aus dem Vorstand wird Kruse dem Betreuungsverein noch erhalten bleiben, denn einstimmig wurde sie zur Ehrenvorsitzenden gewählt. „Der Betreuungsverein wird immer meine zweite Familie bleiben“, sagte die sichtlich bewegte Gudrun Kruse. Aber nach all den Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit müsse sie selbst nun einmal zur Ruhe kommen.

Ganz uneigennützig aber war diese Wahl nicht, wie der neue Vorsitzende Christian Burgdorf zugab: „So haben wir dafür gesorgt, dass jemand aufpasst.“

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erstellt am 11.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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