zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. Juni 2017 | 09:01 Uhr

Elmar Gehlen gibt den Frosch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Ensemble des Festspiele-Stücks „Die Fledermaus“ begann gestern nach einer theoretischen Einführung die Probenarbeit

Es sind viele bekannte Gesichter, die sich gestern Morgen im Probenraum der Opernscheune versammelt haben. Fast alle kennen und schätzen die Atmosphäre der Eutiner Festspiele. Die hat aber auch ihren Preis, wie Intendantin Dominique Caron deutlich macht: „Wir sind eine Familie. Und dieses Gefühl entsteht nur durch unsere Arbeit.“

Vor vielen Jahren war die Begrüßung der Künstler auf dem Grünen Hügel in Eutin eine kleine Party, nach kurzen Ansprachen von Intendanz und Geschäftsführung gab es in legerer Runde ein Wiedersehen von bekannten oder Kennenlernen von neuen Künstlern. Gestern Morgen wurde schnell deutlich, dass für eine solche Künstlerbegrüßung die Zeit fehlt. Es ging gleich „zur Sache“: Dominique Caron erklärte, wie sie die Operette „Die Fledermaus“ anlegt, welche Probleme sich unter anderem durch den fehlenden Vorhang und die begrenzten Umbaumöglichkeiten auf einer Freilichtbühne ergeben.

Gelöst werden sollen sie durch eine Kulisse, die eine Theaterbühne darstellt und bei der der Umbau als Teil des Stückes inszeniert wird, wie Bühnenbildnerin Ursula Wandaress erläuterte. Die Bühnenarbeiter werden dabei in Kostümen agieren und quasi als Statisten ein Teil des Ensembles.

Ihre Kostüm-Entwürfe präsentierte Martina Feldmann. Sie verraten, dass die Strauss-Oper in die 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts verlegt wird. Damit ergibt sich eine Konstante in der Festspielgeschichte: Die zuletzt 2005 in Eutin von Jörg Fallheier inszenierte Fledermaus hatte ebenfalls Bezug zu den 20er-Jahren.

Der theoretischen Einführung folgte gestern der praktische Beginn der Proben. Milana Butaeva ist wieder dabei, sie singt und spielt Prinz Orlofsky, Peggy Steiner wird Rosalinde von Eisenstein sein, Steffi Lehmann Adele, Michael Heim verkörpert Gabriel von Eisenstein, Philip Lüsebrink Dr. Blind, weitere Rollen haben Henrike Puskeppel (Ida), Peter Paul (Frank) und Christian Oldenburg (Dr. Falke). Eine komische Sprechrolle übernimmt der Schauspieler Elmar Gehlen, einem breiten Publikum durch die ZDF-Serie „Küstenwache“ bekannt: Er spielt den Zellenschließer Frosch.

Vor Probenbeginn gab es gestern immerhin noch ein Glas Sekt: Die Künstler und das Team stießen auf den Dirigenten Leo Siberski und seine Berufung als Generalmusikdirektor des Theaters Plauen-Zwickau in der kommenden Spielzeit an.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Jun.2017 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen