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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 00:29 Uhr

Elitesoldaten trainieren den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Multinationale Übung „Red Griffin/Colibri 50“ der Bundeswehr startet ab dem 8. Mai in Eutin und Todendorf / 3500 Mann beteiligt

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 18:22 Uhr

Mit rund 3500 Soldaten wird die multinationale Übung „Red Griffin/Colibri 50“ in Schleswig-Holstein eines der größten Manöver der vergangenen Jahre. Federführend ist die Division Schnelle Kräfte (DSK) der Bundeswehr mit Sitz in Stadtallendorf, die die Übung vom 8. bis 19. Mai im Norden stattfinden lässt – unter anderem auch rund um Eutin und in Todendorf. „Die Anteile mit realer Übungstruppe sind im Raum zwischen Appen, Husum, Putlos und Eutin auch außerhalb der Übungsplätze vorgesehen“, sagt Major Kieron Kleinert, Pressesprecher der DSK. Beteiligt sind Luftlande- sowie Hubschrauberkräfte der DSK sowie niederländische und französische Soldaten. Doch damit nicht genug: Transporthubschrauber und -flugzeuge der Luftwaffe, Landungsboote der Marine, Einheiten der Streitkräftebasis und des Sanitätsdienstes sind ebenfalls eingebunden.

Ziel der Übung sei es, die verschiedenen Fähigkeiten der Division zu üben, so Kleinert. Neben Luftlandeoperationen und dem Einsatz von Transport- und Kampfhubschraubern ist die DSK nämlich auch für die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Krisengebieten zuständig.

Zum Übungsinhalt gehören unter anderem Luftlandeoperationen, militärische Fahrzeugmärsche sowie das Aufklären und Bekämpfen gegnerischer Flugabwehrstellungen. „Der riskante Einsatz im Fallschirmsprung, die komplexen Führungsverfahren oder der Transport von Soldaten und Material über längere Strecken über Land und durch die Luft müssen regelmäßig geübt werden“, sagt Kleinert. Ebenso seien das Zusammenwirken mit anderen Teilstreitkräften sowie Partnernationen wichtige Übungsbestandteile.

Der Übung liegt ein frei erfundenes Landes- und Bündnisverteidigungsszenario zugrunde, das an die Gegebenheiten des Übungsraumes angepasst wurde. Schleswig-Holstein als Übungsgebiet wurde auch deshalb ausgewählt, weil hier Flughäfen und Küstenregionen integriert werden können, die den ansonsten meist im Innenland trainierenden Soldaten der DSK nicht zur Verfügung stehen, so Kleinert. Nach Ostholstein (Eutin) und in den Kreis Plön (Todendorf) verlagert sich die Übung in der zweiten Hälfte des Manövers – rund um den 15. und 16. Mai. Die Bundeswehr hofft, dass das Wetter mitspielt – „denn dann kann auch der Absprung der Fallschirmjäger vor Ort geübt werden“, sagt Kleinert. Wo genau die Soldaten landen werden, steht jedoch noch nicht fest.

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