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Bungsberg : Elisabethturm: 300000 Euro für Sanierung

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein 1864 gebauter Aussichtsturm auf dem Bungsberg, Herzogin Elisabeth gewidmet, soll saniert werden. Die Kosten liegen bei 300000 Euro.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 19:00 Uhr

Aus dem Elisabethturm, 1864 als Aussichtspunkt für die Herzogin von Oldenburg erbaut, wachsen 150 Jahre später an mehreren Stellen Birken und Farne. Überall treten Mineralien aus dem Mauerwerk aus und bilden weiße Ablagerungen. Im Inneren des Turmes sieht es nicht anders aus. Die Kosten für eine Sanierung des Denkmals liegen nach aktuellen Schätzungen bei 300  000 Euro, wie Jörg Schumacher der Verbandsversammlung Bungsberg auf deren jüngster Sitzung mitteilte. Geht es nach dem Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Ostholstein, soll noch in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen werden.

Immer wieder wird Schumacher von Besuchern des Bungsberges angesprochen, wann endlich auch der historische Aussichtspunkt zu besteigen ist. Manch Brautpaar würde sich gerne in luftiger Höhe zwischen den Wipfeln der Bäume trauen lassen. Davon ist man derzeit noch weit entfernt. Zusammen mit dem Oldenburger Architekten und Fachmann für historische Gebäude, Torsten Ewers, habe man eine eingehende Bestandsaufnahme gemacht und auch eine Restauratorin hinzugezogen. Ihr Urteil sei verheerend, so Schumacher. Es sei ein Punkt erreicht ab dem die Schäden exponentiell zunehmen und die Sanierung nicht mehr aufgeschoben werden kann. Kostentreiber bei dem Projekt sei die viele Handarbeit und die hohe Sachkunde, die nur wenige Betriebe aufweisen können. Um die Probleme durch die Reparaturen nicht noch zu verstärken, kämen alte Baustoffe zum Einsatz. Der Mörtel müsse zunächst analysiert und dann extra für den Elisabethturm gemischt werden, erklärte Schumacher. Eine Reparatur der Turmspitze in zurückliegenden Jahren habe zudem zu einer Schädigung des Bauwerks geführt, weil bestehende Wasserabläufe unterbrochen wurden. Die Ursache für das Absacken der oberen Wendeltreppe aus Metall müsse ebenfalls noch erkundet werden. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn hatte zugesagt, sich für Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes einzusetzen. Hier sind Zuschüsse jedoch frühestens 2016 zu erwarten, wie es aus Hagedorns Berliner Büro heißt. Eine Förderung in 2015 wäre von einem Nachtragshaushalt abhängig gewesen, der jedoch nicht so beschlossen wurde, wie von Hagedorn gehofft. Schumacher will sich nun innerhalb der Sparkassenstiftung für die Bereitstellung der 300  000 Euro stark machen, da der Zustand des Elisabethturm einem Projekt wie dem Bungsberg nicht angemessen sei. Die Bauarbeiten könnten nach Vorstellungen Schumachers zu einer zusätzlichen Attraktion werden. Mit dem Architekten sei bereits über die regelmäßige Durchführung von Baustellenführungen gesprochen worden: „Allein schon um die extremen Kosten verständlich zu machen.“

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