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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 15:25 Uhr

Elisabeth-Turm 2016 wieder offen?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bettina Hagedorn stellt Bundesmittel für Denkmalschutz für 2016 in Aussicht

Von der Bismarck-Ära bis in die Wirtschaftswunderjahre war der Elisabeth-Turm das touristische Wahrzeichen für den Bungsberg. Diesen Rang soll das unter Denkmalschutz stehende, seit langem marode Bauwerk bald wieder einnehmen: Die Sparkassenstiftung, die bereits mit ihrer Bildungsspaß-Initiative das Ausflugsziel Bungsberg frisch belebt, will jetzt auch die Turm-Sanierung vorantreiben.

Das bekräftigte Sparkassenvorstand Dr. Martin Lüdiger bei einem Treffen mit dem Architekten Torsten Ewers, Landeskonservator Dr. Michael Paarmann und der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn. Auf rund 300  000 Euro werden die Sanierungskosten bisher geschätzt. Hagedorn (SPD) stellte 50 Prozent Fördermittel aus dem Sonderprogramm des Bundes für Denkmalschutz in Aussicht. Eine offizielle Zusage sei aber erst im Frühsommer 2016 zu erwarten.

Die Sparkassenstiftung würde am liebsten, die Zustimmung der Denkmalpflege vorausgesetzt, mit ersten Sicherungsmaßnahmen noch im Herbst beginnen. Dazu
soll der Turm eingerüstet
und überdacht, der undichte Turmhelm abgenommen und das Bauwerk vor Eis und Schnee geschützt werden. Über Winter könnte das Mauerwerk austrocknen. Ein Argument, das besonders den Geschäftsführer der Sparkassen Stiftung von einem Baubeginn vor dem Förderbescheid sprechen lässt. Jörg Schumacher: „Mit jedem Jahr wird die Sanierung teurer.“

Architekt Torsten Ewers legte dar, dass seit Jahrzehnten augenscheinlich nicht in die Erhaltung des Bauwerks investiert worden sei. Überall am Turm finden sich Kalk-Sinterschichten, teilweise wie Tropfsteine gewachsen. Neben einem möglicherweise fehlerhaften Fundament und nicht zu unterschätzender Windlast sei über lange Zeit Wasser ungehindert in den Granitturm eingedrungen. Ob der Frost noch zu weiteren Schäden geführt hat, sollen Probeöffnungen der Wände zeigen. Auch das Fundament soll noch einmal auf seinen Zustand untersucht werden – Sparkassenchef Dr. Lüdiger pocht darauf, dass im Vorwege geklärt wird, welche kostentreibenden Überraschungen noch im Turm warten.

Landeskonservator Dr. Paarmann bezeichnete den Turm in seiner streng klassizistischen Bauweise als noch bedeutender als den neugotischen Hessenstein: „Der Elisabeth-Turm steht für die Erschließung der Landschaft Ostholsteins für den Tourismus.“ . Die Aussicht auf Bundesmittel eröffne ganz neue Handlungsoptionen. Für die Erneuerung der Fenster, von deren Verglasung kaum etwas erhalten ist, schlug Paarmann vor, eine Schule, zum Beispiel die in Schönwalde, mit der Farbauswahl und Gestaltung zu betrauen.

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von
erstellt am 24.Aug.2015 | 18:21 Uhr

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