Elektro-Fähre: Stadt macht ernst

Hauptausschuss steht am Montag vor der Freigabe der städtischen Mittel

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26. Juni 2018, 12:16 Uhr

Der Vorstand der Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz ist überzeugt und gibt einen Zuschuss für eine Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Elektrofähren auf dem Großen Plöner See. Die Stadt macht nun ernst und bereitet nach dieser freudigen Nachricht der Aktiv-Region über Europäische Fördergelder nun auch die städtischen Gremien zur Zustimmung der Machbarkeitsstudie vor.

Ziel des Projektes mit den Elektrofähren ist eine Wertschöpfung im Bereich Tourismus und Inklusion für die Region in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen auf dem Koppelsberg. Der Hauptausschuss tagt am Montag, 2. Juli, um 18.30 Uhr in der Tourist Info und steht nun vor der Freigabe der städtischen Mittel in Höhe von 10 000 Euro für die Machbarkeitsstudie.

Im Ausschuss für Gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus steht am Donnerstag, 5. Juli, um 18 Uhr die Entscheidung an. Ihm geht es um eine besonders naturverträgliche Wertschöpfung für den Tourismus und ein Musterprojekt über gelungene Inklusion zu ermöglichen.

Der Betrieb der ehemaligen Elektrofähren der Landesgartenschau in Eutin ist Bestandteil des Tourismuskonzepts der Stadt Plön in Verbindung mit den geplanten Hotelneubauten. Sie soll neben dem Betrieb der Plöner Motorschifffahrt das Angebot ergänzen, Nachfragelücken schließen und Nachfragen generieren und bestmöglich eine win-win-Situation herbeiführen, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Der Fährbetrieb wird eine positive Auswirkung auf den Tourismus der Anliegergemeinden des Großen Plöner Sees entfalten und zudem Signalwirkung für die sich bildende E-Mobilität ausstrahlen. In der Machbarkeitsstudie sollen die Abschätzung der FFH-Verträglichkeit, technische Anforderungen und der Kostenrahmen unter die Lupe genommen werden. Das Projekt könnte in Kooperation zwischen der Wirtschaft, dem Jugendaufbauwern der Evangelisch-Lutherische Kirche und der Stadt Plön werden.

Die Machbarkeitsstudie wird auf ein Kostenvolumen von rund 16 000 € geschätzt. 80 Prozent der Netto-Kosten, rund 10 800 Euro, übernimmt die Aktiv-Region. Der Stadt verbleiben rund 5300 Euro. Ziel der weiteren Umsetzung ist die Anschaffung der Fähren, ihr Betrieb und die Unterhaltung in Zusammenspiel mit dem Jugendaufbauwerk. Angedacht ist ein gemeinsamer Finanzierungsantrag der „Vorwerker Diakonie“, der „Lebenshilfe Kreis Plön“ und dem „JAW Koppelsberg“ bei der „Aktion Mensch“. Nach OHA-Informationen wurde erst vor etwa vier Wochen auch die Plöner Motorschifffahrt in die Pläne der Stadt Plön einbezogen.

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