Eishockey: Timmendorfer verlieren auch gegen Hamburg Crocodiles

Vergeblich versucht der Timmendorfer Stürmer Patrick Saggau den Hamburger Torwart Christoph Oster zu überwinden.
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Vergeblich versucht der Timmendorfer Stürmer Patrick Saggau den Hamburger Torwart Christoph Oster zu überwinden.

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10. Januar 2015, 13:00 Uhr

Eishockey-Oberligist EHC Timmendorfer Strand unterlag gegen die Hamburg Crocodiles vor 759 enttäuschten Zuschauern mit 1:4(0:1, 0:1, 1:2) Toren. „Das erste Gegentor hat uns völlig aus dem Rhythmus gebracht“, analysierte Trainer Henry Thom.

Die „Beach Boys“ begannen stürmisch, mussten aber bereits in der sechsten Minute den 0:1-Rückstand hinnehmen. Danach lief bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Vor allem die sonst so gefährliche erste Reihe war harmlos, weil Patrick Saggau den Puck zu lange behielt und das Spiel langsam machte. So konnte sich die Crocodiles-Defensive aufstellen. Im zweiten Drittel wurden die Aktionen etwas zwingender. Die Timmendorfer hatten mehr Spielanteile, blieben aber zu harmlos. Vor allem das Überzahl-Spiel war alles andere als überzeugend. Die Crocodiles nutzten dagegen einen Konter zum 2:0. Kurz darauf war die Scheibe im Hamburger Tor, doch Schiedsrichter Jan Korb sah den Puck nicht hinter Linie. Zu Beginn des Schlussabschnittes erhöhten die Gäste in Überzahl auf 3:0. Die Timmendorfer antworteten mit wütenden Angriffen und hatten bei zwei Pfostentreffern Pech. Erst in der 57. Minute gelang Michael Chvostek in doppelter Überzahl der Anschlusstreffer. Zuvor hatte der Ex-Timmendorfer Rutkowski Kenneth Schnabel mit einem hohen Stock verletzt. Schnabel musste vom Eis getragen werden und Rutkowski vorzeitig unter die Dusche. In der restlichen Spielzeit versuchten die Gastgeber mit Macht das Blatt zu wenden und nahmen den Torwart vom Eis. Das nutzten die Hamburger in der Schlussminute zum 4:1. „Wir haben zu wenig Emotionen gezeigt und nahezu körperlos gespielt. Das geht gegen so einen Gegner nicht. Das Überzahlspiel hatten wir zuvor noch geübt. Was im Training gut klappte, konnten wir aber nicht umsetzen“ sagte der frustrierte Trainer Henry Thom.

Ärger macht zudem die Eishallen Betriebs GmbH, die trotz gegenteiliger Aufforderung durch die Gemeinde, die Heizung und somit auch die Duschen abstellte. Heute sehen sich die Parteien vor dem Amtsgericht Eutin wieder, wo eine gütliche Einigung erzielt werden soll.

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