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Spaßturnier zum Schluss der Saison : Eishockey mit Gummihuhn

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim 2. Blaulicht-Eishockey-Turnier stand der Spaß im Vordergrund / Kieler Sprotten siegen knapp vor den Fissauer Eisbären

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 00:31 Uhr

„Anstrengend!“ So kommentiert Wolfram Reuter etwas außer Atem seinen Einsatz: Gerade hat der Oberkommissar mit seiner Polizeimannschaft beim Eishockey auf der Eisbahn am Markt 1:3 gegen die Fissauer Eisbären verloren. Reuter ist allerdings auch mehrfach gefordert. Schließlich ist er gemeinsam mit Eisbahn-Betreiber Ulfert Georgs Organisator des 2. Blaulicht-Eishockey-Turniers am Samstagabend. Jetzt ist er gleichzeitig als Spieler, Schiedsrichter und Hallensprecher im Einsatz.

Immerhin sechs Mannschaften à fünf Spieler haben sich gemeldet, zwei davon aus der „Blaulicht“-Branche: Neben der Polizei ist auch die Eutiner Feuerwehr mit dem Team „Fire Freezers“ dabei. Daneben treten weitere Hobby-Mannschaften gegeneinander an: Außer den bereits genannten Fissauer Eisbären die Wilden Kerle, bei denen es sich um junge Eutiner handelt, die Görnitzer aus dem Kreis Plön und die Kieler Sprotten, die auch einige Spieler aus der Landeshauptstadt in ihren Reihen haben.

Mächtig auf den Deckel bekommen vor allem die tapferen Feuerwehrleute. Sie kassieren – trotz deutlicher läuferischer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr – hohe Niederlagen, lassen sich den Spaß aber nicht verderben und irritieren ihre Gegner immer wieder mit einem Gummihuhn, das unversehens über die Eisfläche fliegt. Damit haben sie die Intention von Wolfram Reuter voll getroffen. Denn es soll nicht um sportliche Höchstleistungen gehen, sondern um den Spaß, hat er im Vorfeld betont. Deswegen dürfen auch keine Profi-Mannschaften mitmachen. Spaß haben unterdessen nicht nur die Spieler der Mannschaften, die im Modus „jede gegen jede“ in Zwölf-Minuten-Spielen gegeneinander antreten, sondern auch die etwa 150 Zuschauer.

„Keine Stockschläge, keine Bodychecks und keine Schlägereien“, hat Reuter zu Beginn des Turniers mit einem Augenzwinkern gefordert. Dementsprechend geht es fair zu, und es wird auch schon mal einem gegnerischen Spieler nach einem Sturz auf die Beine geholfen.

Ulfert Georgs stellte nicht nur Schlittschuhe und Eisfläche kostenlos zur Verfügung. Er stiftete auch den Pokal des 2. Blaulicht-Eishockey-Turniers. Den sichern sich die Kieler Sprotten, die im Vergleich mit den Fissauer Eisbären das bessere Torverhältnis haben. Auf den Plätzen folgen „Die Görnitzer“, die Polizei Eutin, die Wilden Kerle und die Fire Freezers. Wolfram Reuter zieht eine positive Bilanz: „Wir hatten alle Spaß und keiner hat sich verletzt.“ Nur Muskelkater plagt manchen Akteur am folgenden Tag. Im nächsten Jahr soll es wieder ein Eishockey-Turnier für Blaulichter, Vereine, Firmen und Freizeitmannschaften geben.

 

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