Eishockey: Insolvenz ist nicht mehr abzuwenden

Nach erfolgreichen und teuren Zeiten sind die Tage, an denen professionelle Eishockeyspieler in Timmendorfer Strand jubeln, vorerst vorbei.
Nach erfolgreichen und teuren Zeiten sind die Tage, an denen professionelle Eishockeyspieler in Timmendorfer Strand jubeln, vorerst vorbei.

shz.de von
08. August 2018, 22:15 Uhr

Das Timmendorfer Eishockey steht vor dem Aus. Nachdem immer weitere Verbindlichkeiten auftauchten, bleibt dem EHCT 06 nur noch der Gang zum Insolvenzrichter. Allerdings hat der Club nach dem Rücktritt der Schatzmeisterin Claudia Jakob keinen handlungsfähigen Vorstand, so dass vom Gericht erst ein Notvorstand eingesetzt werden muss. Ob derweil ein neuer Verein gegründet wird, um in der untersten Liga wieder zu beginnen, steht noch nicht fest.

Eine Gruppe um den zweiten Vorsitzenden Florian Bolus, Schatzmeisterin Jacob und den ehemaligen Pressesprecher Marcel Garbusinski hatte in den letzten Wochen und Monaten versucht zu retten, was offenbar nicht mehr zu retten war. „Wir waren auf einem sehr guten Weg, erhielten Zuspruch und Unterstützung von überall. Alles sah nach einem blauen Auge aus“, berichtet Garbusinski. Doch dann tauchten immer wieder neue Verbindlichkeiten auf, eine Rettung wurde unmöglich. „Ich bin unendlich traurig, dass es ein paar einzelne Menschen geschafft haben, mit ihrem Handeln den Verein zu zerstören“, sagt Garbusinski verbittert. Ob und wie es jetzt weiter geht, ist noch ungewiss. Ein neuer Verein müsste umgehend gegründet werden, um in der kommenden Saison in der Landesliga an den Start zu gehen. Wie es mit der per Bürgerentscheid beschlossenen Sanierung der Eishalle weitergeht, wollen die Gemeindevertreter in einer außerordentlichen Sitzung Mitte August beraten. Dabei wird die jüngste Entwicklung beim EHCT sicher eine Rolle spielen.

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