Politik : Einstimmiges Ergebnis für Sager

Gut gelaunt präsentierte sich Reinhard Sager (Mitte) nach der Wahl mit (von links) dem nordfriesischen Kreispräsidenten Heinz Maurus, Innenminister Breitner, Kreispräsident  Rüder und der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig.
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Gut gelaunt präsentierte sich Reinhard Sager (Mitte) nach der Wahl mit (von links) dem nordfriesischen Kreispräsidenten Heinz Maurus, Innenminister Breitner, Kreispräsident Rüder und der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig.

Ostholsteins Landrat zum Präsidenten des Deutschen Landkreistags gewählt

JulianHeldt_5837.jpg von
18. März 2014, 17:26 Uhr

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager ist neuer Sprecher der 295 Landkreise in Deutschland. Der 55-jährige Chef der Kreisverwaltung in Eutin wurde gestern auf dem Hambacher Schloss zum Präsidenten des Deutschen Landkreistages gewählt. Sager wurde von den 116 Delegierten aus den 16 Bundesländern einstimmig zum Nachfolger von Jörg Duppré (Südwestpfalz) bestimmt, der seit 2002 amtierte.

Von der einmütigen Wahl zeigte sich Sager erkennbar bewegt. Unter den ersten Gratulanten waren Plöns Landrätin Stephanie Ladwig und Ostholstein-Kreispräsident Ulrich Rüder. Auch Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) beglückwünschte Sager persönlich. „Reinhard Sager ist ein Mann aus der Praxis für die Praxis und zeigt sich immer wieder als beinharter Verhandlungspartner“, erklärte Breitner. Seine Wahl bedeute auch eine Anerkennung für die kommunale Arbeit im Norden, wo Sager seit 2008 die Interessen der Kreise gegenüber der Landesregierung bündele und, wie sich auch in den Diskussionen über den Finanzausgleich zeige, sehr nachdrücklich formuliere.

Ostholsteins Landrat ist nach Karl-Heinrich Buse (Dithmarschen) erst der zweite Vertreter aus Schleswig-Holstein an der Spitze des Bundesverbandes. Sager kündigte an, mit ganzer Kraft seine Aufgabe als Interessenvertreter der 68 Millionen Menschen in den ländlichen Regionen der Bundesrepublik zu erfüllen. „Die Kreise sind zuständig für 96 Prozent des Staatsgebietes. Ich werde mich in diesem Amt immer für die Kommunen insgesamt einsetzen.“ Wichtig sei zu allererst eine aufgabenadäquate Finanzausstattung der kommunalen Familie.

Sagers Amtszeit beträgt zwei Jahre. Sollte er im nächsten Jahr vom Kreistag in Eutin als Landrat von Ostholstein wiedergewählt werden, wofür sich seine Partei, die CDU, und die Grünen stark machen, dann erfüllt er auch die Voraussetzungen für ein weiteres Verbleiben an der Spitze des Deutschen Landkreistages. Sein Vorgänger Jörg Duppré jedenfalls äußerte sich bereits sehr anerkennend: Er habe Sager seit dessen Eintritt 2008 ins Präsidium des Verbandes genau ins Auge gefasst und in ihm einen fähigen Nachfolger erblickt, sagte der Pfälzer Landrat in einem ausführlichen Interview mit seiner Heimatzeitung, der „Rheinpfalz“. Auch Sagers Vorgänger in Schleswig-Holstein, der ehemalige Schleswiger Landrat Jörg-Dietrich Kamischke, lobte die „schnörkellose“ Art Sagers, mit der er kommunale Interessen vertrete.

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