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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 15:39 Uhr

Einspruch nach Alkoholfahrt erfolglos

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Jahr Führerscheinentzug und gut 1000 Euro lautete der Strafbefehl, den das Amtsgericht Eutin wegen vorsätzlicher Trunkenheit am Steuer gegen einen 47-jährigen Maurer erließ. Und dabei blieb es auch nach einer Verhandlung gestern im Amtsgericht.

1,71 Promille hatte der Angeklagte intus, als er im Februar versuchte, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Am Steuer eines Firmenwagens ignorierte er wiederholt Haltesignale, letztlich stellten ihn die Beamten trotzdem. Richter Otto Witt stellte fest: „Sie haben eine Gefährdung des Straßenverkehrs bewusst in Kauf genommen.“ Gegen diese Formulierung Witts im Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegte, sein Anwalt sah den Vorsatz nicht gegeben und forderte einen kürzeren Führerscheinentzug. Der Angeklagte schilderte seine Sicht der Dinge und brachte sich damit selbst in die Bredouille: Um 9.30 Uhr habe er auf der Baustelle von einem schweren Unfall seines Bruders erfahren. „Ich hatte einen Schock und habe dann über den Tag Alkohol getrunken“, sagte der 47-Jährige, Bier und Schnaps. Witt zeigte wenig Verständnis: Es sei „nicht nachzuvollziehen“, warum der Angeklagte habe trinken müssen. Wer den „ganzen Tag“ trinke, wisse zudem, dass er nicht fahrtüchtig sei. „Da müssen Sie sich ordentlich was reingetan haben“, stellte Witt fest und drohte mit einer Erhöhung des Strafmaßes, beließ es aber bei dem Strafbefehl, nachdem der Angeklagten seine Einspruch zurückgezogen hatte.

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erstellt am 26.Jul.2017 | 14:54 Uhr

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