Fassensdorf : Einsatzkräfte meistern eine Übung

Ein Unfall-Szenario war am Fassensdorfer Ortsausgang für die Rettungskräfte aufgebaut worden.  Fotos: Michael Kuhr
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Ein Unfall-Szenario war am Fassensdorfer Ortsausgang für die Rettungskräfte aufgebaut worden. Fotos: Michael Kuhr

Schreckliches Szenario: ein mit Fahrgästen besetzter Bus war mit einem Auto kollidiert. 140 Einsatzkräfte sorgten für eine reibungslose "Rettung".

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28. November 2011, 11:52 Uhr

Fassensdorf | Kinder lagen im Bus wild durcheinander gewirbelt. Sie bluteten, stöhnten und krümmten sich vor Schmerz. Die Busfahrerin saß zusammengesunken und bewusstlos am Lenkrad. Für einen Autofahrer, der in seinem Auto unter dem Bus eingeklemmt war, kam offenbar jede Hilfe zu spät. Es war ein grausames Szenario ganz dicht an der Realität, das am Ortsausgang von Fassensdorf nach Bockholt aufgebaut war. Und es war - Gott sei Dank - nur eine Übung.

Fassensdorfs Ortswehrführer Eddy Schultz hatte sich dieses Szenario einfallen lassen und in vielen Wochen vorbereitet. "Täglich fahren diverse Busse durch unsere Dörfer in der Gemeinde", sagte Eddy Schultz. Es sei sehr wichtig, dass die Feuerwehrleute auch so ein Szenario einmal erlebten und bewältigten. Aber auch die eingeladenen Gemeindevertreter mit Bürgermeister Dirk Maas sollten einmal sehen, wie gut die Gemeinde ihre Wehren ausgestattet hat, aber auch, wie gut die Wehren mit Rettern anderer Organisationen zusammenarbeiten.

Schon zwei Stunden vor dem Sirenenalarm war Eddy Schultz im Fassensdorfer Feuerwehrhaus mit den Vorbereitungen geschäftigt. Fassensdorfer Eltern und ihre Kinder hatten sich als Komparsen zur Verfügung gestellt. Sie mussten rechtzeitig vom DRK für den Einsatz geschminkt werden, damit die Verletzungen sehr Nah an der Realität wirkten.

Um 13 Uhr startete die Übung, von der alle wussten. Eike Pitzner, Ortswehrführer aus Groß Meinsdorf, hatte die Leitung der Übung übernommen. Er organisierte die Arbeit der rund 140 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Fassensdorf, Gothendorf, Groß Meinsdorf, Süsel und Röbel, der THW-Ortsgruppe Eutin sowie der Schnellen Einsatzgruppe des DRK Ostholstein-Mitte.

Was war geschehen: Ein Bus war aus Fassensdorf in Richtung Bockholt unterwegs. Am Fassensdorfer Ortsausgang stieß der mit Schulkindern und einigen Erwachsenen besetzte Bus mit einem Auto zusammen. Professionell gingen die Einsatzkräfte mit der Lage um und retteten die Verletzten. Im Einsatz waren wichtige Rettungsscheren und Spreizer.

Sowohl das Auto, ein Saab, als auch der Bus waren nach dem Einsatz nicht mehr fahrbereit. "Für den Bus war es ohnehin die letzte Fahrt", schmunzelte Eddy Schultz. Das Gefährt sei der Feuerwehr von einem Verschrottungsunternehmen aus Bad Oldesloe zur Verfügung gestellt worden. Der Bus war knapp 1,3 Millionen Kilometer gefahren. Am Ende der Übung waren alle zufrieden. Mittwoch (30. November) findet um 19 Uhr die Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus von Fassensdorf statt.

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