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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 10:34 Uhr

„Einsatzfähigkeit wird profitieren“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bund stellt zusätzliche 6,5 Millionen für Bereitschaftspolizeien der Länder bereit – Stärkung für Eutiner Standort

Aufatmen bei der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und Bereitschaftspolizei (PD AFB) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Nach monatelanger Ungewissheit überbrachte Jürgen Herdes die gute Nachricht: „Die Bereitschaftspolizeien der Länder erhalten vom Bund zusätzlich 6,5 Millionen Euro für Investitionen in die zum Teil veraltete Ausstattung“, zeigte sich Jürgen Herdes, Vorsitzender des GdP-Bundesfachausschusses Bereitschaftspolizei und Leiter der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in der 1. Einsatzhundertschaft erleichtert. Die Bemühungen und Mahnungen der GdP auf Landes- und Bundesebene seien damit erfolgreich gewesen.

„Insbesondere für unseren Fahrzeugpark ist diese Finanzspritze sehr wichtig. Viele Einsatzfahrzeuge sind zwischen zehn und 20 Jahre alt. Im Jahr 2020 könnten wir ohne zusätzliche Neufahrzeuge nur noch ca. die Hälfte der 16  400 Kolleginnen und Kollegen in den Einsatz bringen, weil nicht ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stünden“, erklärt Herdes. Und weiter: „Die Anzahl der länderübergreifenden Einsätze ist für die
1. Einsatzhundertschaft in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Gleichzeitig sind die erforderlichen Haushaltsmittel in den vergangenen fünf Jahren um 1,5 Millionen Euro gekürzt worden“, so der Polizeihauptkommissar.

Demonstrationen und Fußballspiele forderten die Einsatzhundertschaft jedes Wochenende in allen Bundesländern. Die dramatische Flüchtlingssituation und die Bedrohung durch den Terror verschärften die ohnehin schon angespannte Situation dramatisch. „Mehr Einsätze bedeuten zwangsläufig eine spürbar höhere Belastung der Polizeikräfte und auch ihrer Ausrüstung“, unterstreicht Herdes.

Weitere Investitionen würden für die Fahrzeuge, aber auch für eine verbesserte, leichtere Körperschutzausstattung dringend benötigt. Der Bund müsse weiter in die Bereitschaftspolizei investieren. Das Land sei dann gefordert, das aufzufangen und zu beschaffen, was vom Bund nicht finanziert wird oder werden könne.

Ebenfalls Freude löste die Nachricht beim Leiter der PD AFB Jürgen Funk aus. Auch er hatte bei einer Jahresversammlung der GdP auf Hubertushöhe im März dieses Jahres auf die Probleme und möglichen Folgen hingewiesen, wenn sich der Bund aus der Finanzierung der Bereitschaftspolizeien zurück zöge (der OHA berichtete).

„Von den zusätzlichen Investitionen wird auch die Einsatzfähigkeit der PD AFB profitieren, weil sie unter anderem mehr „veraltete“ und damit störungsanfällige Halbgruppenfahrzeuge ersetzen kann. Allerdings werde es darauf ankommen, den Haushaltsansatz auch in den folgenden Jahren nach 2016 zu verstetigen und noch etwas auszubauen, weil ansonsten eine Beseitigung des bestehenden Investitionsstaus nicht nachhaltig gelingen würde“, so Funk.




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erstellt am 01.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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