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Neujahrsempfang in Eutin : „Einmalige Chance zum Aufbruch“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgervorsteher Holst betont die Hebelwirkung der Landesgartenschau für Eutins Entwicklung. Landrat bittet um gute Nachbarschaft.

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erstellt am 13.Jan.2014 | 00:34 Uhr

In einer Grundsatzrede hat Bürgervorsteher Dieter Holst gestern die „einmalige Chance zum neuen Aufbruch zur Modernisierung Eutins“ betont. Er appellierte bei seiner Premiere als Gastgeber beim Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr an die Bürger und Stadtvertreter gleichermaßen, die geplanten Maßnahmen zur Stadtentwicklung zu unterstützen. Als Dreh- und Angelpunkt dafür hob er die Landesgartenschau hervor.

„Polarisierungen mögen manchmal für Entscheidungsprozesse wichtig sein, aber wenn dann entschieden ist, sollten wir wieder zusammenfinden“, mahnte Holst im gut gefüllten Saal der Schlossterrassen. Die neuen Stadtvertreter hätten „in dieser Wahlzeit Entscheidung in einem Umfang und von einem Ausmaß zu treffen wie nie zuvor“. Wichtig aber sei auch, dass die direkt von den Planungen für die Innenstadt betroffenen Bürger Anteil daran nähmen. „Wir werden auch zukünftig eine Abstimmung auf breiter Basis betreiben“, versprach der Bürgervorsteher eine offensive Informationspolitik aus dem Rathaus.

„Eutin ist lebendig“, würdigte er die Fülle privater und öffentlicher Initiativen, um die Stadt lebenswert zu erhalten. Sein Credo: „Wichtiger als alles andere ist eine Infrastruktur, die den persönlichen Einsatz fördert und erfolgreicher macht.“ In Zusammenhang mit dem ehrenamtlichen Engagement stellte er beruhigend zu einer möglichen Zusammenlegung der Ortswehren fest: „Ich bin mir gewiss, dass kein Verantwortlicher Entscheidungen treffen will, ohne mit den Dorfschaften und den Wehren Einvernehmen herzustellen.“

Nach einem Rückblick auf die 2013 erreichten Verbesserungen für Schulen und Kindergärten lenkte Holst die Aufmerksamkeit auf die Landesgartenschau 2016: „Wir werden alles dafür tun, dass es eine Schau wird, die Einwohner und Gäste begeistern wird.“ Und weiter: „Die Landesgartenschau wird Eutin Gewinn bringen, zumal es eine unmittelbare Verbindung zur Stadtkernsanierung gibt. Es sind für die nächsten Jahre hohe Investitionen mit hoher finanzieller Förderung vorgesehen.“

Angesichts der geplanten Ausgaben rief Holst die Vertreter des Kreises zu Zurückhaltung bei einer möglichen Erhöhung der Kreisumlage auf. Diesen Hinweis parierte Landrat Reinhard Sager in seinem Grußwort mit einer deutlichen Adresse an Innenminister Breitner: „Wir wünschen einen gerechten Finanzausgleich, der die ländliche Region nicht zu Gunsten der Großstädte belastet. Es kann keiner wollen, dass die Kreise sich über Umlagen neu Geld holen müssen.“

Sager bekräftigte die Meinung, dass die Landesgartenschau städtebaulich eine „einmalige Chance“ für Eutin biete. Der Kreis habe bereits begonnen, seine kulturellen Einrichtungen am Schlossplatz entsprechend aufzuhübschen. Das gelte auch fürs Ostholstein-Museum. Die Stadt solle für eine gute Nachbarschaft beim Umbau ihrer Schlossterrassen ein mögliche gemeinsame Nutzung des Gartens in ihre Planungen einbeziehen, bat der Landrat.

Ein lautes Dankeschön für die große Verbundenheit der Eutiner mit der Bundeswehr sprach Kommandeur Prinz zu Waldeck aus. Propst Matthias Wiechmann plädierte in seiner letzten Rede bei einem Neujahrsempfang in Eutin für mehr menschliche Nähe als der elementare Baustein der Gesellschaft. Viel Beifall rief der Glückwünsch hervor, den Bürgermeister Schulz an das Ehepaar Prühs zur Feier der Gnadenhochzeit gestern richtete.

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