Eine Woche ohne Stundenplan

Die Pyramide im Zirkus steht bereits sehr sicher.
1 von 5
Die Pyramide im Zirkus steht bereits sehr sicher.

Projektwoche am Gymnasium Schloss Plön begeistert Schüler und Lehrer gleichermaßen / Morgen werden die Ergebnisse gezeigt

von
13. Januar 2015, 15:27 Uhr

Losgelöst vom Schulalltag mit Pausenklingel und Lehrerwechsel stehen in diesen Tagen im Gymnasium Schloss Plön Labor-Führerschein, Zirkuswelt oder Modellbau auf dem Stundenplan. Das sind nur drei von zusammen 33 Angeboten der zweiten Projektwoche an der Schule. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeiten am morgigen Freitag (16. Januar) zwischen 15 und 17 Uhr in der Schule.

Es geht für über 500 Schülerinnen und Schüler in der Projektwoche unter anderem auch um Open Dance, Steam Punk, Buchbinden, „Selbst ist der Student“, eine Spiele- und App-Werkstatt, Chinesisch für Anfänger, der Produktion von Cremes, dem Einsatz digitaler Medien und Prezi für Präsentationen. „Für jeden ist etwas dabei“, freut sich Antje Wilker. Die Lehrerin ist im sechsköpfigen Team gemeinsam mit Michael Nentwig für die Organisation verantwortlich. Parallel zur Projektwoche ist der musikalische Zweig der Schule derzeit mit rund 120 Schülern auf dem Scheersberg zur Probenwoche.

Während die Unterstufen-Klassen fünf und sechs mit Emil und die Detektive, Jeans in der Steinzeit, Labor-Führerschein oder Zirkusprojekt mit viel Engagement und noch mehr Kreativität auf den Klassenverbund beschränkt sind, können Schüler aus Mittel- und Oberstufe flexibel wählen. „In den Projekten sammeln alle Schülerinnen und Schüler neue Erfahrungen“, schwärmt Antje Wilker. Es gehe dabei und das Häkeln von Mützen über handwerkliche Fähigkeiten bis hin zum Theaterspiel. Mit Hannah Gerstenkorn bietet sogar eine Schülerin ein eigenes Projekt an: dabei geht es um die Thai-Massage. Auf mehr Interesse als Plätze vorhanden waren stießen App-Programmierung, das Buchbinden, günstig Autofahren mit Besuch auf dem Schrottplatz, Klimawandel oder chinesische Schrift.

Luca Marie Becker (15) und Lia Lotta Zurheide (beide Klasse 9a) beschäftigen sich mit dem Buchbinden. „Das sind Super-Geschenke für die Familie“, ist Luca Marie sicher. Und Lia Lotta bastelt sich eine Box für Scheren und Stifte: „Schwierig ist die Arbeit mit dem Leim.“

Laut und emotional zu geht es beim Theaterspiel in der neuen Aula. Charlotte Butting, Kathrin Ervis und Alicia Theeden spielen mit Interessierten Improvisationstheater. Sportlehrerin Svenja Fritzsche übt mit ihren Schülern für eine Zirkus-Show am Freitag. Dabei soll auch eine Pyramide mit Schülern gebaut werden.

Die Klasse 5b machte gemeinsam mit Lehrerin Dorothe Christiansen einen „Labor-Führerschein“. Die Mädchen und Jungen freuen sich schon jetzt auf den Chemie-Unterricht ab der 9. Klasse. Im Labor lernten sie die richtige Bedienung eines Bunsenbrenners, machten Farbexperimente oder erstellen Lollis und Hautcremes. „Am letzten Tag gibt es noch ein Knall-Experiment“, verspricht Dorothe Christiansen.

„Bernd“ heißt die Fantasiefigur von Hannah Heite und Kerstin Hochmann. Im Kunstunterricht heißt die Arbeit „Steam Punk“. Hannah und Kerstin haben ihren „Bernd“ schon lieb gewonnen. Grundlagen waren eine Kaffeemaschine und zwei
3-D-Brillen.

Zur Präsentation der Projekte am morgigen Freitag von 15 bis 17 Uhr öffnet in der alten Aula eine Cafeteria. Dort werden auch Schautafeln und andere Ergebnisse aus den Projekten gezeigt. „Die vielfältigen Themen aus Politik, Gesellschaft, Literatur, Sprachen, der Bildenden Kunst, Technik, Kunsthandwerk, Informatik zeigen, mit wie viel Spaß und Zielstrebigkeit man innerhalb einer Woche zu beeindruckenden Resultaten kommt“, freut sich Direktorin Anne Paulsen auf die morgige Präsentation.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen