„Eine Vision wird langsam Realität“

Das zweigeschossige Gebäude entsteht zurzeit im hinteren Bereich der Hubertushöhe. Ab Sommer 2018 soll es in Betrieb gehen.
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Das zweigeschossige Gebäude entsteht zurzeit im hinteren Bereich der Hubertushöhe. Ab Sommer 2018 soll es in Betrieb gehen.

Richtfest für die Einsatztrainingshalle auf der Hubertushöhe / 8,3 Millionen Euro-Investition für die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung

shz.de von
30. März 2017, 16:24 Uhr

Wieder eine Etappe geschafft: Nach der ersten Idee im Jahr 2009 über das grüne Licht durch Finanzministerin Monika Heinold 2013 bis zum Spatenstich im Juli 2016 folgte gestern das Richtfest der neuen Einsatztrainingshalle. „Die lange geträumte Vision einer modernen Trainingshalle wird langsam Realität“, sagte gestern Stefan Studt (kl. Foto re.), Schleswig-Holsteins Innenminister, beim Richtfest. Jetzt seien die Weichen gestellt, „von denen kommende Ausbildungsgenerationen im Land profitieren werden“, so Studt.

Planung und Bauleitung liegt in den Händen der
GMSH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein). Für den Bau hatte man sich Referenzobjekte in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden angesehen, blickte Jens-Peter Halbensleben (kl. Foto re.), stellvertretender GMSH-Geschäftsführer, zurück. Die Trainingshalle sei „in Schleswig-Holstein einzigartig“, so Halbensleben. Und Michael Wilksen (kl. Foto re.), Leiter der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD  AFB), ging noch einen Schritt weiter: „Mit der Einsatztrainingshalle setzen wir Zeichen, die weit über das Land hinausgehen“, sagte der Behördenleiter.

Ab Sommer 2018 sollen in der Halle Einsatzsituationen in Schulen, Banken, Gaststätten und Co. geübt werden können. Die Zeiten, in denen die Beamten improvisieren mussten und in Kellern, Garagen und Abrisshäusern trainiert haben, sollen damit passè sein.

Mit dem Bau trägt das Land den gestiegenen Einstellungszahlen Rechnung. Wie im vergangenen Jahr sollen auch zukünftig pro Jahr rund 400 neue Auszubildende im mittleren und gehobenen Dienst eingestellt werden. „Die müssen auch entsprechend gut ausgebildet werden“, sagte Studt. Das Berufsbild erhalte durch die Trainingshalle weitere attraktive Rahmenbedingungen, so Studt.

Der Minister erinnerte in seiner Rede daran, dass die Investitionen in den Standort der PD  AFB eigentlich in die Situation fallen, dass Schleswig-Holstein „seit 2010 Haushaltskonsolidierungsland“ sei. „Wir reden inzwischen aber nicht mehr über Stellenabbau, sondern über Stellenzuwachs“, sagte Studt.

Die 8,3 Millionen Euro, die das Land in die neue Trainingshalle investiert, sind nicht die einzigen Gelder, die in die PD AFB fließen: Für 2,7 Millionen Euro errichtet die GMSH einen rund 1800 Quadratmeter großen Modulbau mit IT-Lehrsälen (wir berichteten). Die Fertigstellung ist bereits im April geplant. Zudem wird Gebäude 10 zurzeit saniert, in elf weiteren Häusern der Brandschutz erneuert, Leitungen ausgetauscht.

Kein Wunder also, dass Minister, Schulleitung und beteiligte Firmen gestern mit der Sonne um die Wette strahlten. Und auch Holger Langholz war glücklich, seinen Part gestern sicher absolviert zu haben: Dem Polier kam die Ehre zu, den Richtspruch zu halten. „Das machen sonst eigentlich die Zimmerleute“, sagte Langholz. Doch aufgrund des fehlenden Dachstuhls – das Gebäude hat ein Flachdach auf der Betonbinderkonstruktion – übernahm er als Maurer die traditionelle Zeremonie.

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