Eutin : Eine Uraufführung zum Jubiläum der Kreismusikschule

Das Fehmarn Belt Gitarren Orchester unter der Leitung von Andreas von Zoest spielte die „Fehmarnbelt-Suite“ von Sven Klammer.
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Das Fehmarn Belt Gitarren Orchester unter der Leitung von Andreas von Zoest spielte die „Fehmarnbelt-Suite“ von Sven Klammer.

36 Musikerinnen und Musiker des Fehmarn Belt Gitarren Orchesters spielten die Fehmarnbelt Suite vor 160 Gästen im Ostholstein-Saal

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05. Juli 2015, 19:30 Uhr

Die Kreismusikschule (KMS) Ostholstein wartete beim Festakt anlässlich ihres 40. Geburtstages gestern im Ostholstein-Saal gleich mit zwei Höhepunkten auf: der Uraufführung der Fehmarnbelt Suite von Sven Klammer und dem Auftritt des 100-jährigen Musik-Professors und Geigenvirtuosen Valdemar Pruckner.

Am Musikkonservatorium von Zagreb wurde Pruckner „Professor“. Der jetzt in Travemünde Lebende spielte unter anderem bei den Hamburger Symphonikern als erster Geiger und wirkte als Lehrer an der Musikschule Lübeck. In Eutin spielte der 100-Jährige unter Begleitung von Hans-Peter Nauk am Klavier Lieder von Vittorio Monti und Jenö Hubay.

Das Fehmarnbelt Gitarren Orchester mit Musikern der Kreismusikschulen Ostholstein und dem dänischen Guldborgsund spielten acht Sätze der Fehmarnbelt Suite – eine Hommage an die Landschaften hier und da, die Menschen und die Hymnen Dänemarks und Schleswig-Holsteins von Sven Klammer.

Landrat Reinhard Sager erinnerte an die Gründung der Kreismusikschule nach der Gebietsreform. Am 1. September 1975 wurde aus der Jugendmusikschule die Kreismusikschule Ostholstein in der Trägerschaft der Stiftung zur Förderung der Kultur und Erwachsenenbildung.

Heute werden 1300 Menschen in der KMS Ostholstein in 19 Ensembles und an 22 Orten von 50 Lehrkräften unterrichtet. Die KMS intergriere Menschen aus allen sozialen Schichten und Altersphasen. „Der musiklaische, kulturelle und soziale Auftrag der KMS ist dabei besonders wichtig“, sagte Sager. Er lobte engagierte und hochqualifizierte Lehrkräfte, die kulturelle Teilhabe aller und die Bewahrung des kulturellen Erbes durch die KMS.

Richard Ferret, Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschule im Land, erinnerte an Ostholsteins Landrat Dr. Clausen. Er sei Gründungsmitglied im Verband Deutscher Musikschulen gewesen: „Seine Grundlagenarbeit wirkt bis heute.“ Die KMS Ostholstein sei stark und konzeptionell gut aufgestellt und gelte auch wegen ihrer innovativen Ansätze als wichtiger Eckpfeiler der Muikschularbeit im Land.

Lehrervertreterin Cornelia Hess machte es kurz: nach einem gemeinsam Kanon „Hejo, spann den Wagen an...“ forderte sie die Verantwortlichen im Kreis auf, den hauptamtlichen Lehrern in ihrer Anzahl der KMS Ostholstein zu erhalten. Für Markus Föhrweißer hat die KMS Ostholstein an ihrer jugendlichen Frische nicht verloren. Der KMS-Leiter sieht die Aufgabe der musikalischen Organisation, der kulturellen, seelischen und geistigen Verarmung entgegen zu wirken. Es geht mit der Musik um ein Gemeinschaftserlebnis und die Erlangung von Gespür für Solidarität untereinander. Musik bedeute Kreativität und Selbstverwirklichung aber auch eine Erweiterung des Horizonts.

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