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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 15:39 Uhr

Eine spannende Erfahrung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußball-Verbandsliga-Aufsteiger Fortuna Bösdorf absolviert Testspiel mit Gegner mit afrikanischen Wurzeln

Mit Spannung warteten Fans und Spieler des SV Fortuna Bösdorf auf eine Auswahlmannschaft des Hamburger Vereins von in Deutschland lebenden Menschen aus Burkina Faso. Das Spiel war für die Fortuna eine Woche vor dem Saisonauftakt in der Verbandsliga Nordost als letzter Test geplant. Sportlich gab es für die Gastgeber eine 0:2(0:2)-Niederlage.

Die Partie begann aufgrund von Anreiseproblemen der Gäste, die mit dem Zug über Malente den Weg nach Bösdorf fanden, mit einer halbstündigen Verspätung. Zunächst brachten die Fans der afrikanischen Gäste mit farbenfroher Bekleidung, Trommeln und Tänzen ihre Lebensfreude zum Ausdruck. Die übertrug sich
direkt auf das Spielfeld. Schnell wurde allen Bösdorfern klar, dass sie es hier mit einer ernsthaft und gekonnt zu Werke gehenden Fußballmannschaft zu tun bekamen. Die erste Chance der Begegnung vergab Karsten Heyck für die Gastgeber (3.). In der Folge übernahmen jedoch die Burkiner das Kommando. Mit technisch hochwertigen Aktionen und einem Tempo, das der Fortuna einen Vorgeschmack auf künftige Verbandsligaspiele vermittelte, kombinierten die Afrikaner, bei denen mit Lars Detlefsen vor dem Wechsel ein Deutscher das Tor hütete, gefällig. Wie an der Schnur gezogen lief der Ball durch die Reihen, lediglich der Zug zum Tor fehlte in der Anfangsphase. Nachdem Fortuna-Keeper Boris Nowaczyk zunächst zweimal geklärt hatte, konnte auch er nach 22 Minuten das 0:1 nicht verhindern. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhten die Burkiner auf 2:0.

In den zweiten 45 Minuten hütete mit Dr. Tim Cassel, beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband unter anderem zuständig für Integration, ein ehemaliger Profi das Tor der Burkiner. „Eigentlich war ich privat hier. Doch den Burkinern fehlte ihr Stammtorwart und so kam ich in der zweiten Halbzeit zum Einsatz“, sagte Cassel. Geprüft wurde er in der Folge nicht ernsthaft. Die Gäste bestimmten weiterhin das Geschehen. Auf der anderen Seite bewahrte Boris Nowaczyk die Heimmannschaft mehrmals in „Eins gegen Eins-Situationen“ vor weiteren Gegentreffern. In der Schlussphase mussten beide Teams den hochsommerlichen Temperaturen Tribut zollen und ließen das faire Spiel ausklingen. „Für uns war die Begegnung mit den Menschen aus Burkina Faso eine tolle Erfahrung“, sagte Fußballobmann Stephan Mohr nach dem Spiel, an das sich ein gemeinsames Grillen anschloss.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 13:47 Uhr

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