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Ostholsteiner Anzeiger

21. September 2017 | 09:05 Uhr

Eine Schlappe im Doppelpack

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 13:03 Uhr

Der Wechsel im CDU-Kreisvorsitz ist eine demokratische Entscheidung. Er war ein geschickt eingefädelter, partei-taktischer Überraschungscoup gegen Peter Sönnichsen, weil im Vorfeld des Kreisparteitages kaum etwas über die Kandidatur von Werner Kalinka bekannt geworden war – offensichtlich selbst in der Sitzung des Kreisvorstandes eine Woche zuvor nicht. So hatte Sönnichsen kaum noch Zeit, seine Anhänger für den Kreisparteitag zu mobilisieren.

Peter Sönnichsen ist unbestritten im Kreis Plön als Kreispräsident ein guter Repräsentant. Aber politisch setzt er kaum Akzente. Dafür ist dieses Amt auch nicht geeignet. Doch als CDU-Landtagsabgeordneter hat er die Möglichkeit, politische Akzente zu setzen. Bis auf eine Anfrage zur Polizeistrukturreform kam in den vergangenen Monaten nichts. So blieben auch politische Akzente im CDU-Kreisvorstand aus. Die Abwahl ist die Quittung dafür. Die Wähler – auch die aus dem eigenen Lager – verlangen heute einfach mehr.

Doch es gab am Dienstagabend noch eine zweite Schlappe: der neue Schatzmeister der Bundes-CDU, der Plöner Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann, hatte Peter Sönnichsen auf dessen Wunsch zur Wiederwahl vorgeschlagen, was mit Pauken und Trompeten sichtlich in die Hose ging. Deshalb ist mit
Sönnichsen auch ganz
klar Murmann gescheitert. Welche Auswirkungen das auf die politische Kultur haben wird, bleibt vornehm abzuwarten.

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