Eine rege fachliche Diskussion

Gastgeber und Redner des Symposiums:  (von links) Dr. Judith Kuhnert, Dr. Bruno Kall, Claudia Dik, Dr. Timo Specht, Dr. Nathalie Glaser-Möller, Dr. Silke Kleinschmidt, Dr. Albrecht Kooistra.
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Gastgeber und Redner des Symposiums: (von links) Dr. Judith Kuhnert, Dr. Bruno Kall, Claudia Dik, Dr. Timo Specht, Dr. Nathalie Glaser-Möller, Dr. Silke Kleinschmidt, Dr. Albrecht Kooistra.

Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten bildeten sich beim „Tag der Sozialmedizin“ in der Malenter Curtius-Klinik weiter

shz.de von
07. März 2017, 13:52 Uhr

Auf große Beteiligung stieß ein Symposium mit dem Titel „Tag der Sozialmedizin“ der Curtius-Klinik in Malente. 54 Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten nahmen an der Fortbildungsveranstaltung in der Klinik für psychosomatische Medizin teil.

„Wer von psychischer Krankheit betroffen ist, leidet in der Regel nicht nur
an den Krankheitszeichen selbst, wie deprimierter Stimmung oder Schlafstörungen, sondern auch an den Folgen dieser Beschwerden“, erläuterte Chefärztin Dr. Silke Kleinschmidt. Die Fähigkeiten, die erforderlich seien, um den Alltag zu bewältigen, am sozialen Leben teilzunehmen und berufliche Anforderungen zu erfüllen, würden in unterschiedlicher Weise beeinträchtigt.

Gibt es Hilfe und Verständnis von Freunden und Familie, wird man im Alltag in
den Dingen unterstützt, die schwer fallen? Ist der Arbeitgeber in der Lage, einen Arbeitsplatz so anzupassen, dass er zum Leiden der Patienten passt und dessen Stärken nutzt? Die Beurteilung dieser eng verwobenen Fragen sei die Aufgabe der Sozialmedizin. Besonders wichtig sei diese sozialmedizinische Leistungsbeurteilung in der psychosomatischen Rehabilitation. „Am Ende einer Behandlung müssen die unterschiedlichen Fachdisziplinen, mit denen Patienten während der Behandlung zusammengearbeitet haben, eine Einschätzung dazu abgeben, wo sie die Stärken und wo sie die Einschränkungen ihrer Patienten sehen und welche weitere Unterstützung bei der Wiedereingliederung zum Beispiel in das Berufsleben nötig sind“, umriss Silke Kleinschmidt den Rahmen des Symposiums.

Zu den Referenten gehörten Dr. Timo Specht, Ärztlicher Direktor der Fachklinik Aukrug, Dr. Albrecht Kooistra, sozialmedizinischer Leiter des Dezernats Flensburg der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Nord, Dr. Bruno Kall, traumatologisch versierter Oberarzt aus der benachbarten Vital-Klinik Buchenholm in Malente. Claudia Dik, Oberärztin der Curtius-Klinik, hatte die Moderation der Vorträge mit anschließender Diskussion übernommen. „Die rege fachliche Diskussion zwischen Referenten und Teilnehmern befördert den sozialmedizinischen Austausch über Schnittstellen hinweg und diene auch der Weiterentwicklung der psychosomatischen Rehabilitation“, sagte Claudia Dik. Deren Stellenwert sei für die Bewältigung und Überwindung von Krankheitsfolgen über alle Fächergrenzen hinaus von großer Bedeutung.

Dr. Nathalie Glaser-Möller, Leiterin der Stabsstelle Reha-Strategie und Steuerung der DRV Nord, hatte zu Beginn des Symposiums die jahrelange und von Innovationen geprägte Kooperation der DRV mit der Curtius-Klinik hervorgehoben. In der Klinik werden seit 25 Jahren Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation behandelt.

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