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Eutiner Festspiele : Eine Kulisse mit zwei Seiten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die beiden Bühnenbilder zu „Der Troubadour“ und „Anatevka“ werden über den gleichen Sockel verfügen. Intendantin Dominique Carron meldet gute Vorverkaufszahlen.

Fast geriet die Präsentation der neuen Bühnenbilder für „Der Troubadour“ und „Anatevka“ ein wenig in den Hintergrund, als Intendatin Dominique Caron gestern die guten Neuigkeiten auf dem Ticketcenter der Eutiner Festspiele verkündete. „Wir haben schon jetzt über 10 000 Karten verkauft. Das ist ein gutes Zeichen“, sagte sie stolz. Dies sei eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt.

Bühnenbildnerin Ursula Wandaress stahl sie hierdurch jedoch nur kurz die Schau. Die Eutinerin hatte ein Kulissen-Modell im Maßstab von 1:25 mitgebracht. Vorausgegangen waren monatelange Detailarbeit und unzählige Absprachen mit den Regisseurinnen Dominique Caron („Der Troubadour“) und Anette Leistenschneider („Antevka“). „Zunächst befasse ich mich allein mit den Werken und habe dabei erste räumliche Vorstellungen. Wichtig ist es, sich in die Gedanken der Regisseure einfühlen zu können“, erklärt sie.

Der Austausch mit Caron und Leistenschneider habe hierbei sehr gut funktioniert. „Wir ergänzen uns sehr gut. Frau Caron arbeitet sehr musikalisch. Ich komme hingegen vom Schauspiel und lese mir immer erst den Text durch.“ Bei „Anatevka“ trug hingegen ein intensiver Austausch farbiger Skizzen zwischen Bühnenbildnerin und Regisseurin zur Entwicklung eines ersten Modells bei. Aus den ersten Ideen entwickelten sich in den Folgemonaten die Bühnenbilder.

Beide stehen dabei im großen Kontrast zueinander. Während „Anatevka“ mit Elementen aus Chagall-Bildern sehr farbig dargestellt ist, wirkt die anthrazite Farbgebung von „Troubadour“ vergleichsweise düster. Caron ist mit dem Bühnenbild zufrieden: „Wir wollen zeigen, dass Zerstörung stattgefunden hat. Das Thema Feuer wird uns durch das gesamte Stück begleiten.“

Der besondere Clou an den beiden Bühnenbildern: Sie sind durch das gleiche Grundgerüst miteinander verbunden. „Der Sockel ist gleich“, so Caron. Mit wenigen Handgriffen kann „Anatevka“ in „Der Troubadour“ verwandelt werden. Möglich machen es bewegliche Achsen und Drehwände. „Uns war jedoch wichtig, dass die Farbigkeit der beiden Bühnenbilder unterschiedlich ist“, ergänzt Wandaress.

Nachdem das Modell steht, beginnt jetzt die eigentliche Arbeit an den Kulissen. Als Basis wird dabei eine Grundkonstruktion aus Holz dienen, die zu den Inszenierungen mit jeweils vier Elementen ergänzt wird. Wie bereits im vergangenen Jahr wird der Bühnenbau von Auszubildenden des Berufsbildungswerkes Bugenhagen begleitet. Spätestens im Mai müssen die Arbeiten an den Kulissen abgeschlossen sein. Dann beginnen die Proben für die Inszenierungen. Während „Der Troubadour“ am 4. Juli Premiere feiert, startet „Anatevka“ am 23. Juli.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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