Sieversdorf : Eine Grundschule voller Talente

Pascal wurde für seine Zaubershow von seinen Mitschülern mit dem zweiten Platz belohnt.
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Pascal wurde für seine Zaubershow von seinen Mitschülern mit dem zweiten Platz belohnt.

Am letzten Tag vor den Osterferien zeigten Sieversdorfer Schüler in einem Talentwettbewerb verschiedenste Kunststücke.

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15. April 2011, 11:47 Uhr

Sieversdorf | Dieter Bohlen sucht derzeit zum achten Mal seinen Superstar. Das aber ist nichts im Vergleich zur Grundschule Sieversdorf: Dort fand gestern bereits die zwölfte Auflage des schuleigenen "Talentwettbewerbes" statt.

Das Besondere daran: Alle Kunststücke hatten die Schüler ganz allein einstudiert, ohne die Hilfe von Eltern oder Lehrern. Und auch die Jury kam (fast) ganz ohne die Großen aus. Jede der fünf Sieversdorfer Klassen hatte zwei Juroren in die Bewertungskommission entsandt, lediglich das Auszählen der Stimmen übernahmen die Lehrer. Jedes Jurymitglied durfte insgesamt sechs Stimmen vergeben - eine schwere Aufgabe bei 14 auftretenden Gruppen.

Von den 96 Schülern hatten sich fast die Hälfte zur Teilnahme angemeldet. Es hätten noch mehr sein können, aber um den Rahmen nicht zu sprengen fanden zuvor klasseninterne Vorausscheidungen statt. Und während einige bereits seit Wochen mit den Proben beschäftigt waren, hätten sich einige Schüler noch spontan vor wenigen Tagen zur Teilnahme entschlossen, erzählt Schulrektorin Esther Mißfeldt-Schlieker.

Harte Proben lagen etwa hinter Kevin, Felix und Maris, die mittels eines Sprungbrettes und einer Matte einen Stuntparcours für ein ferngesteuertes Auto aufgebaut hatten. "Eine Woche haben wir geübt", erzählt Maris. "Ein Auto haben wir dabei sogar zu Schrott gefahren", fügt er hinzu. Zum Glück wurde rechtzeitig Ersatz gefunden, und so reichte es am Ende für die Jungen zum vierten Platz.

Gleich zwei Kandidaten versuchten als Zauberer ihr Publikum zu beeindrucken. Und während Pascal, angetan mit einem schwarzen Umhang, lediglich mit ein paar Zwischenrufen ("Ich weiß wie das geht") zu kämpfen hatte, lief es für Hanna und Max weniger gut. "Das ging nicht", konstatierte Hanna, nachdem die Büroklammer untergegangen und nicht, wie geplant, auf der Wasserobefläche geschwommen war.

Den ersten Platz errangen Svenja und Celine, die eine Nummer mit mehreren Hula-Hoop-Reifen einstudiert hatten. Selbst, als ein Reifen kaputt ging, nahmen beide ganz professionell einfach einen neuen. Als Gewinner durften sich jedoch alle Teilnehmer fühlen. Besonders, da jeder sich nach der Show noch einen Preis aussuchen durfte.

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