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Eine gelungene Premierenfeier mit Lob von allen Seiten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 00:48 Uhr

„Das Zimmermädchen hat das klasse gemacht“ – das Lob, das Ministerpräsident Daniel Günther und Landrat Reinhard Sager bei der Premierenfeier zur Operette „Die Fledermaus“ Samstagnacht im sanierten Torhaus für Steffie Lehmann aussprachen, teilten zahlreiche Zuschauer. „Bravo“-Rufe heimste die Solistin, die als Zimmermädchen Adele in ihrer Rolle überzeugte, auf der Freilichtbühne und in den Torhäusern ein – wie alle Solisten eigentlich.

Milana Butaeva, die als Orlofsky ihre erste Hosenrolle sang, zur Premierenfeier aber aus der strengen, männlichen Frisur wieder ihre bekannte Mähne zauberte, freute sich über das Publikum: „Es hat richtig viel Spaß gemacht. Das Publikum ist, anders als sonst bei Premieren, nicht zurückhaltend gewesen, sondern toll mitgegangen, es gab viel Szenenapplaus. Das ist Balsam für jeden von uns.“

Und von dem Balsam gab es, angezettelt von der Intendantin Dominique Caron, in den Torhäusern noch mehr und zwar für alle – die Helfer im Hintergrund und die Künstler im Rampenlicht. Caron dankte allen voran Arend Knoop, dem technischen leiter und Mitgesellschafter der Eutiner Festspiele: „Deine weitreichende Unterstützung habe ich erst sehr langsam erkannt, aber du glaubst an das, was wir tun und ohne dich wären wir heute nicht hier.“ Auch Heidrun Ulbrich von der gleichnamigen Stiftung dankte sie „für den Glauben an diesen Ort und die Musik“. Mit den Worten „Ich bin umgeben von Talent“ bat sie die Verantwortlichen für Kostüme, Licht, Maske, Bühnenbild, Choreografie, Chorleitung (Romely Pfund, die neben Leo Siberski auch die Fledermaus dirigiert) alle Solisten – und „die Seele jeder Produktion“ Inspiziens Anna-Luise Hoffmann.

Wie kam die Operette bei den Gästen an? „Die Musik ist fantastisch, das Bühnenbild grandios, die Künstler haben überzeugend und mit viel Empathie gespielt. Alles in allem eine wirklich gelungene Inszenierung mit Gags und frischen Ideen“, fasste Landrat Sager zusammen. Auch Ministerpräsident Daniel Günther fühlte sich gut unterhalten und scherzte auch im Torhaus noch mit dem Frosch Elmar Gehlen, der ihn schon als Zuschauer zum Lachen brachte. „Es war echt klasse“, sagte Günther.

Finanzministerin Monika Heinold outete sich als „absoluter Eutiner Sommerfan“, der schon seit Jahrzehnten zu den Aufführungen in der Naturkulisse kommt: „Da freue ich mich jedes Jahr drauf, weil die Atmosphäre hier eine ganz besondere ist – mit dem Naturerlebnis aber auch mit der gesanglichen Qualität und Performance, die geboten wird“, sagte Heinold. Landtagspräsident Klaus Schlie sah in der Fledermaus „eine wirklich gute Alternative zur sonst angebotenen Oper“ und lobte auch das Wagen neuer Produktionen wie dem Crossover-Projekt „Die Wolfsschlucht“ am 12. August.

Auch den Gästen aus der Lokalpolitik gefiel die Vorstellung: „Ich fand es hervorragend. Auch der Sänger, der als erkältet angekündigt war, hat seine Sache gut gemacht. Und mich hat begeistert, wie der Frosch seine Küstenwachenrolle eingebunden hat“, sagte Stadtvertreterin Margret Möller. Bürgermeister Carsten Behnk besuchte die Operette mit seiner Frau: „Es war ein leichter, beschwingter Abend mit sehr schönen Melodien.“

Bleibt nur noch zu hoffen, dass es das Wetter in diesem Jahr gut mit den Festspielen meint.

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