Eine „Feinheimische Genuss-Straße“

Regionale Wurstsorten, traditionell hergestellt aus heimischem Fleisch – das ist das, womit Bernd Steffen vom Hof in Muxall überzeugen kann. Das Feinheimisch-Team von links: Vorstandsvorsitzender Oliver Firla, Gyde Opitz vom Sparkassen- und Giroverband und Hotelier Christian Birke.
Regionale Wurstsorten, traditionell hergestellt aus heimischem Fleisch – das ist das, womit Bernd Steffen vom Hof in Muxall überzeugen kann. Das Feinheimisch-Team von links: Vorstandsvorsitzender Oliver Firla, Gyde Opitz vom Sparkassen- und Giroverband und Hotelier Christian Birke.

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08. Dezember 2017, 16:22 Uhr

„Wir verstehen uns als Leuchtturm für Regionalität und kulinarische Botschafter“, sagt Christian Birke vom gleichnamigen Hotel in Kiel. Er gehört zu den „Gründungsvätern“ der Marke „Feinheimisch“ vor zehn Jahren.

Feinheimisch versteht sich als ein Netzwerk für regionale Produkte in einer lokalen Küche in Schleswig Holstein. Begonnen hat alles mit sieben Gastronomen, wobei unter anderem der 2-Sterne-Koch von der Meierei, Dirk Luther, im „Alten Meierhof“ mit den Anstoß dafür gab. Er fand damals nicht die gewünschten Produkte aus der Region, die er für seine Küche benötigte.

Das umschreibt auch schon den Schwerpunkt dieses als Verein organisierten Verbundes von heute etwas über 90 Mitgliedern, Hotels, Restaurants und Produzenten. „Regionalität ist in aller Munde, wir haben jetzt eine Riesen-Chance, etwas daraus zu machen“, sagt Michael Fischer von „Feinheimisch“. Einheimische Produkte, alte Gemüsesorten und traditionelles Handwerk will „Feinheimisch“ verbinden, um damit auch Arbeitsplätze zu sichern. „Nachhaltigkeit“ ist das Stichwort. Nicht nur in der Herstellung, sondern auch im Hintergrund bis hin zu flexibleren Arbeitszeiten für die Angestellten in Küche und Gastronomie. Statt zu importieren, kauft man heute lokal ganze Fische, zerlegt sie in der eigenen Küche und serviert sie zusammen mit Produkten aus der Region als kulinarische Besonderheit „Made in Schleswig-Holstein“. „Feinheimisch ist damit die erste Adresse für die regionale Küche“. Das erwecke nicht nur in Deutschland das Interesse, nach Schleswig-Holstein zu kommen. Gleichzeitig soll damit die regionale Küche bewahrt und weiterentwickelt werden. Dabei steht das handwerkliche Können im Vordergrund. Konsequent verzichten die Beteiligten auf industrielle Fertigprodukte. „Feinheimische“ Landwirte stehen dabei für die Förderung der Sortenvielfalt und eine artgerechte Haltung ihrer Tiere.

Gleichzeitig hat sich Feinheimisch das Ziel gesetzt, neue Produkte bekannter und gerade im Bereich der Schulen und der Erwachsenenbildung dieses Konzept populär zu machen. Auch wenn die beteiligten Unternehmen heute schon über das ganze Land verteilt sind - mit einem Schwerpunkt entlang der Ostsee-Küste – bleibt den Verantwortlichen noch ein Wunsch: Man arbeite derzeit an der Etablierung einer „Feinheimischen Genuss-Straße“ im Land, so Christian Birke. „Wir wollen auch das Interesse wecken, deshalb nach Schleswig-Holstein zu kommen, um Lokales regional zu genießen.“

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