Malente : Eine Dose als Lebensretter

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Tanja Rönck präsentierten Elke Malchau (rechts) und Wilfried Lühr die SOS-Notfalldose.
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Tanja Rönck präsentierten Elke Malchau (rechts) und Wilfried Lühr die SOS-Notfalldose.

Der Malenter Seniorenbeirat wirbt für die SOS-Notfalldose. Damit sollen im Ernstfall alle wichtigen Informationen sofort greifbar sein.

shz.de von
07. August 2018, 18:06 Uhr

Im medizinischen Notfall zählt jede Sekunde. Dumm nur, wenn die Retter keine Informationen über Vorerkrankungen, wichtige Medikamente, Hausarzt und Kontaktpersonen haben. Für diesen Fall hält der Malenter Seniorenbeirat Abhilfe in Form der „SOS-Notfalldose“ parat. Wilfried Lühr, Mitglied des Malenter Seniorenbeirats und zugleich Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats, und Elke Malchau, Vorsitzende des Malenter Seniorenbeirats, stellten die Idee gemeinsam mit Bürgermeisterin Tanja Rönck vor.

„Die Dose mit den wichtigen Informationen wird immer in der Kühlschranktür aufbewahrt“, sagte Elke Malchau. Mit einem kleinen grünen Aufkleber auf dem Kühlschrank und innen auf der Wohnungstür werde darauf aufmerksam gemacht. In ganz Deutschland wüssten Rettungsdienste über das Prinzip „Notfalldose“ bescheid, betonte Elke Malchau. Vermerkt werden kann auch, wo Medikamente, Patientenverfügung oder Organspendeausweis aufbewahrt werden. Selbst, wer sich im Notfall um Hund oder Katze kümmern soll, kann notiert werden.

Insgesamt hätten die Seniorenbeiräte in Ostholstein bis zu 9000 Notfalldosen beschafft, berichtete Lühr, 250 sind es laut Elke Malchau allein für Malente. Die Dose könne in zwei Apotheken in der Bahnhofstraße erworben werden – oder sei gegen eine kleine Spende bei ihr erhältlich.

Tanja Rönck zeigte sich begeistert über die Idee. „Eine Dose, die Leben retten kann – das ist wirklich gut.“ Ohne die wichtigen Informationen könne sonst im Notfall entscheidende Zeit verloren gehen, sagte die Verwaltungschefin. Sie will die Notfalldose auch im Rathaus vorhalten. Sie soll bei der Information im Erdgeschoss (schräg gegenüber dem Bürgerbüro) erhältlich sein.

Elke Malchau empfiehlt die Notfalldose besonders für alleinstehe, ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Wenn dort der Rettungsdienst kommen müsse, seien Ärzte und Sanitäter gleich über alles Wichtige informiert.

Wilfried Lühr hat noch einen Tipp. Er hat sich eine Notfalldose auch ins Handschuhfach seines Wagens gelegt und den kleinen grünen Aufkleber auf dem Handschufachdeckel platziert. Dann sei auch bei einem Notfall unterwegs vorgesorgt.

> Wer eine SOS-Notfalldose haben will, kann sich an die Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Malchau wenden. Sie ist unter Telefon 04523/201252 zu erreichen.

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