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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 19:36 Uhr

Schwentine: : Eine Chance für die Natur

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Bewirtschaftungsplan soll seltenen Pflanzen und Tieren helfen

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 19:11 Uhr

Wie sieht die Zukunft der Grundstücke an der Schwentine aus? Etwa 70 Landeigentümer, Landwirte, Naturschutz-Fachleute und Bürger besuchten in der Schulscheune eine Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines Bewirtschaftungsplans entlang der Oberen Schwentine. Carsten Burggraf, Geschäftsführer des Vereins „Wasser Otter Mensch“, der das Projekt im Auftrag des Umweltministeriums plant, stellte Ziele und Fördermöglichkeiten vor. Betroffen sind rund 420 Hektar von der Quelle bis zur Mündung des Flusses bei Fissau in den Kellersee.

Der Verein fungiert im Auftrag des Umweltministeriums als Träger für die Umsetzung der Pläne der „Lokalen Aktion Schwartau-Schwentine“. Das Ziel sei es, die einzelnen Biotope entlang der Schwentine miteinander zu vernetzen, so dass sich schützenswerte Tier- und Pflanzenarten ausbreiten könnten, erläuterte Burggraf.

Dabei werde auf die freiwillige Beteiligung der Flächeneigentümer- und bewirtschafter gesetzt, deren Land in dem von der Natura 2000 ausgewiesenen FFH-Gebiet (Fauna Flora Habitat) entlang der Schwentine liege. Mit Ausgleichszahlung von 80 bis 650 Euro pro Hektar und Jahr bei Verpachtungen von Flächen bis hin zum Verkauf könnten sich Landbesitzer an dem Vorhaben beteiligen.

Zudem sei es wünschenswert, dass sich Interessenvertreter und Bevölkerung an der Erstellung eines Managementplans aktiv beteilitgen und Ideen einbrächten. Erste Wünsche und Sorgen sammelte Burggraf bereits während der Versammlung. Als nächstes steht die Kartierung des Gebietes durch Landesbedienstete an. Ein Austausch dazu soll ab kommendem Jahr bei zwei „Runden Tischen“ erfolgen.

Nach Prüfung und Genehmigung des Managementplans mit allen vorgesehenen Maßnahmen durch das Landesumweltministerium werden die Maßnahmen gestartet und Ausgleichzahlungen und Förderungen vom Land übernommen. Einige Teilnehmer des Abends moniert, dass sie nicht früher Kenntnis darüber erhalten hätten, dass ihre Flächen an der Schwentine zum FFH-Gebiet gehörten. Burggraf zeigte Verständnis für diese Kritik. Um ihr zu begegnen, sollten nun bei der Erarbeitung des Managementplans alle Beteiligten frühzeitig informiert werden.

Wer weitere Detailinformationen zu den vielfältigen Fördermöglichkeiten haben will, kann mit Carsten Burggraf (Telefon 04521/ 7761988, mobil 0176/ 80246481) einen Beratungstermin vereinbaren. Umfangreiche Informationen sowie die FFH-Gebiete entlang der Oberen Schwentine sind auf der Homepage www.wasser-otter-mensch-de zu finden.

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