Einblicke in die Kindheit in Auschwitz

Norbert Büchler überlebte die Zeit in Auschwitz – seine Schwester Ruth nicht.
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Norbert Büchler überlebte die Zeit in Auschwitz – seine Schwester Ruth nicht.

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07. Januar 2018, 13:39 Uhr

Er ist 1950 geboren. In der Schule sei Auschwitz kein Thema gewesen, sagt der Dokumentarfilmer und Autor Alwin Meyer (kl. Foto) aus Cloppenburg. Als er im Alter von 21 Jahren das ehemalige Vernichtungslager besuchte, habe ihn ein Thema nicht mehr losgelassen: Die Existenz eines Kinderblocks.

232 000 Säuglinge und Kinder waren in das Konzentrationslager gebracht und fast alle ermordet worden. 650 erlebten am 27. Januar 1945 die Befreiung durch die sowjetische Armee. Mit 40 Betroffenen und Zeitzeugen hat Meyer über Jahrzehnte hinweg Gespräche geführt, die Ergebnisse dieser Biografiearbeit und weiterer Forschungen in dem viel beachteten Buch „Vergiss deinen Namen nicht“ veröffentlicht, das er im September 2015 in mehreren Lesungen in Ostholstein vorstellte. Kommende Woche ist Alwin Meyer auf Einladung von Rainer Jahnke (Röbel) wieder da. Neben Lesungen an der Polizeischule sowie an der Weber- und Wisser-Schule wird er am Mittwoch, 24. Januar, um 19 Uhr in der Kreisbibliothek wieder sein Buche präsentieren.

1995 hatte er das literarische Werk über Kinder in Auschwitz veröffentlicht, zum 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers hatte sich Meyer 2015 entschlossen, eine erweiterte Ausgabe auf den Markt zu bringen. Das neue Buch basiert verstärkt auch auf Schilderungen des Lebens in Auschwitz und der weiteren Lebensgeschichte der Kinder, die für das Buch interviewt wurden. Der Eintritt zur Lesung am Mittwoch ist frei.

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